Tarifeinigung bei der Telekom

Abschluss bietet keine verlässliche Zukunftsperspektive!

“Der Tarifabschluss bei der Telekom schafft keine strategischen Zukunftsperspektiven für die Beschäftigten. Offensichtlich ist dem Unternehmen ein Sonderbonus für die Mitglieder einer anderen Gewerkschaft wichtiger als die langfristige Beschäftigungssicherung für alle Beschäftigten. Und auch die vereinbarte Entgelterhöhung ist angesichts von 4 Leermonaten und der langen Laufzeit von 33 Monaten absolut unzureichend.”

Mit diesen Worten reagiert unsere Bundesvorsitzende Christina Dahlhaus auf die gestern erzielte Tarifeinigung bei der Deutschen Telekom. Diese sieht unter anderem zwei Erhöhungen des zusätzlichen Monatsgehaltes (nicht des Tabellenentgeltes!) sowie eine prozentuale Entgelterhöhung vor. In einer ersten Stellungnahme weist das Unternehmen insbesondere auf die Vereinbarung hin, dass der Ausschluss betriebsbedingter Kündigung bis zum 31. Dezember 2028 verlängert wurde - dann endet auch die Laufzeit der Entgelttarifverträge. Aus Sicht unserer Fachgewerkschaft ist diese Regelung völlig ungeeignet, den Beschäftigten eine verlässliche Beschäftigungsperspektive zu geben. Um gerade dies zu gewährleisten, hat unsere Fachgewerkschaft gefordert, die Arbeitsplätze im Unternehmen langfristig zu sichern, zum Beispiel durch eine Verkürzung der Wochenarbeitszeit und zusätzliche Urlaubstage für Beschäftigte, die schon länger im Unternehmen arbeiten. Offensichtlich misst die Telekom der Beschäftigungssicherheit weniger Priorität zu als dem Sonderbonus für Mitglieder einer anderen Gewerkschaft. Aus Sicht der DPVKOM leisten Arbeitgeber und die andere im Betrieb vertretene Gewerkschaft damit einer Spaltung der Belegschaft Vorschub.