Die Fachgewerkschaft für die Beschäftigten der Post, Postbank, Telekom und Call-Center

06.02.2017 

Erfolg der DPVKOM

Zahlreiche Mitarbeiter der DHL Delivery erhalten nun Spesen

  • Viele Beschäftigte der DHL Delivery erhalten ab sofort Spesen.
    Viele Beschäftigte der DHL Delivery erhalten ab sofort Spesen.

Bei einer mehr als acht Stunden dauernden Zustelltour zahlen viele DHL-Delivery-Regionalgesellschaften seit Jahresbeginn ihren Paketzustellern einen pauschalen, steuerfreien Spesensatz in Höhe von zwölf Euro pro Tag. Dass Paketzusteller der DHL Delivery überhaupt Spesen ausgezahlt bekommen, ist der DPVKOM und ihrer erfolgreichen Klage gegen die DHL Delivery Düsseldorf zu verdanken. Vorher hatte sich der Arbeitgeber - trotz tarifvertraglicher Regelung - dagegen gesperrt.

Den Spesensatz von zwölf Euro erhalten alle Paketzusteller der Regionalgesellschaften, die ihren Sitz in den Bundesländern beziehungsweise Regionen Schleswig Holstein, Niedersachsen, Thüringen (inklusive Sachsen und Sachsen-Anhalt), Nordrhein-Westfalen, Hessen, Saarland, Nordbaden/Württemberg, Südbaden sowie Bayern haben. Diese Spesenzahlung ersetzt alle bis dahin vom Arbeitgeber gewährten – in der Regel niedrigeren –Verpflegungspauschalen.

Eine Ausnahme hiervon bilden die Regionalgesellschaften der DHL Delivery in Schleswig-Holstein, wo die Beschäftigten schon bei einer sechs bis acht Stunden dauernden Zustelltour 4,10 Euro pro Tag erhalten, diese allerdings versteuern müssen. Während in den Bundesländern/Regionen Mecklenburg-Vorpommern sowie Berlin/Brandenburg nach wie vor eine steuerpflichtige Aufwandsentschädigung pro Tag von 2,50 Euro (bei mindestens 6 Stunden Auswärtstätigkeit) gezahlt wird, gibt es hinsichtlich der Spesenregelung in Hamburg und Rheinland-Pfalz keine Veränderungen zur bisherigen Regelung. Bedeutet: Bei einer mehr als acht Stunden andauernden Zustelltour bekommen die Mitarbeiter in der Hansestadt 5,60 Euro pro Tag steuerfrei. In Rheinland-Pfalz sind dies 4,09 Euro. Diese Summe bekommt man hier sogar schon bei einer Auswärtstätigkeit zwischen sechs und acht Stunden, allerdings sind diese dann steuerpflichtig.      

Mitarbeiter der DHL Delivery Regionalgesellschaften in Nordrhein-Westfalen und Bayern können bei ihrer Personalabteilung rückwirkend zum 1. Juli 2016 schriftlich eine Spesenzahlung beantragen, und zwar für alle Tage, an denen ihre Zustelltour länger als acht Stunden dauerte. Voraussetzung ist natürlich, dass sie die Spesen nicht schon im letzten Jahr erhalten haben. Der Antrag muss bis spätestens Ende März gestellt werden. Bei Bedarf unterstützt die DPVKOM hierbei ihre Mitglieder gerne. Eine Nachzahlung erfolgt bei Berechtigung spätestens mit der Entgeltabrechnung Juni.