Die Fachgewerkschaft für die Beschäftigten der Post, Postbank, Telekom und Call-Center

17.06.2019Artikel drucken

Gewerkschaftstag des RV Ost

Weichen für die Zukunft gestellt!

  • Foto: Michael Wittig
    (V. l.) Stellv. Kassenprüferinnen Susanne Lange und Angela Ullbrich, Kassenprüfer Theo Jatzkowski, stellvertretende Regionalvorsitzende Karin Kunkel und Christian Steffens sowie Regionalvorsitzender Torsten Jaehne.
  • Foto: Michael Wittig Der alte und neue Regionalvorsitzende Ost, Torsten Jaehne.
  • Delegierte und Gäste
  • Foto: Michael Wittig DPVKOM-Bundesvorsitzende Christina Dahlhaus

Torsten Jaehne heißt der alte und neue Vorsitzende des Regionalverbandes Ost. Beim 6. Gewerkschaftstag des Regionalverbandes am 14. Juni im brandenburgischen Erkner wurde der 36-jährige Berliner mit 75 Prozent der abgegebenen Stimmen erneut zum Vorsitzenden gewählt. Zu seinen Stellvertretern wählten die anwesenden Delegierten Karin Kunkel aus Berlin und Christian Steffens aus Rathenow.

Die Delegierten bestimmten nicht nur einen neuen Regionalvorstand, sondern stimmten auch noch über mehrere Anträge zur künftigen Ausrichtung der Gewerkschaftsarbeit im Regionalverband ab. So verabschiedeten sie unter anderem einen Antrag, wonach sich die DPVKOM für die Zahlung einer Aufwandsentschädigung oder Anrechnung von Überzeit für Ausbilderinnen und Ausbilder einsetzen soll. Ein anderer Antrag beinhaltete die Forderung nach einer Beteiligung von Beschäftigten am Gewinn eines Unternehmens. Mit den personellen und inhaltlichen Entscheidungen wurden die Weichen Richtung Zukunft gestellt.  

In ihrer Rede zum Gewerkschaftstag ging die DPVKOM-Bundesvorsitzende Christina Dahlhaus auf aktuelle berufs- und gewerkschaftspolitische Themen ein. Dabei kritisierte sie unter anderem die Vorstände der Aktiengesellschaften im Organisationsbereich der DPVKOM. Diese würde nur noch ein Ziel kennen – Gewinnmaximierung, und zwar um jeden Preis! Die exorbitant hohen Gewinnziele und Aktionärsversprechen seien jedoch nur auf Kosten des Personals erreichbar. Die Wertschätzung gegenüber den Mitarbeitern bleibe dabei auf der Strecke.

Natürlich sprach sie auch aktuelle Themen, wie zum Beispiel die Tarifvereinbarung bei der Deutschen Post, an. Diese beinhalte auf der einen Seite zwar ein paar gute Schutzregelungen für alle. Durch die Nichtanerkennung von Dienstjahren werde die Arbeit jedoch entwertet.

In ihrer Rede appellierte sie auch an die Verantwortlichen in der Politik, endlich dafür zu sorgen, dass das Teilzeitbefristungsgesetz geändert und die Gewerkschaften gestärkt werden. Außerdem gehöre das Tarifeinheitsgesetz in den Papierkorb. Zum Abschluss ihrer Ausführungen betonte sie noch einmal Ziel und Aufgabe der Gewerkschaftsarbeit der DPVKOM: „Wir wollen und werden Arbeit sozial gestalten!“