dpvkom-logo

Telekom verkauft Teile der IT

Die Beschäftigten im IT-Bereich der Telekom haben in der Vergangenheit schon viele Veränderungen erleben müssen. Erst waren sie in einem Betrieb innerhalb der Deutschen Telekom AG zusammengefasst, dann wurden sie in die T-Systems ausgelagert und im letzten Jahr wieder der Telekom AG angegliedert.

Nun erfolgt die nächste Umstrukturierung. So hat der Arbeitgeber die Beschäftigten Mitte Juli darüber informiert, dass Teile des Betriebes im kommenden Jahr an das Unternehmen Accenture verkauft werden sollen. Die Accenture Plc mit Sitz im irischen Dublin ist einer der weltweit größten Dienstleister in den Bereichen Unternehmens- und Strategieberatung sowie Technologie- und Outsourcing mit etwa 506 000 Mitarbeitern. Das Unternehmen ist derzeit auf einer breit angelegten Einkaufstour und hat dieses Jahr schon mehrere Unternehmen aus der IT- und Technologie-Branche übernommen. Nun steht ein Teilbereich der Telekom auf der Kaufliste.

Von den Veränderungen sind die Chapter CON HCM&BEM, sowie FIN&SCM mit rund 1 000 Mitarbeitern in Gänze betroffen. Im Laufe des nächsten Jahres sollen diese in eine neu gegründete Gesellschaft im Wege eines Betriebsübergangs übergeleitet werden. Die konkreten Überleitmodalitäten müssen allerdings noch verhandelt werden. Das neue Projekt trägt den Namen ERP@Motion. Die Abkürzung ERP steht für Enterprise Ressource Planning und bezeichnet Softwarelösungen zur Ressourcenplanung eines Unternehmens beziehungsweise einer Organisation.

Aus Sicht der Telekom sollen damit für die Beschäftigten zukunftsfähige Arbeitsplätze erhalten bleiben. In dem Tochterunternehmen von Accenture würden sie nach Arbeitgeberangaben weit bessere Chancen in Bezug auf die Sicherheit ihrer Arbeitsplätze und die berufliche Weiterentwicklung haben als im alten Bereich der Telekom IT. Das neugegründete Unternehmen soll die bisherigen Dienstleistungen für den Telekom-Konzern erbringen. Der Arbeitgeber erhofft sich dadurch erhebliche Kosteneinsparungen und mehr Flexibilität. Ob auch die Beschäftigten von diesem Betriebsübergang profitieren werden, darf getrost bezweifelt werden. Vergleichbare Ausgründungen in der Vergangenheit, hier sei nur an den Verkauf der VCS-Standorte oder die Ausgliederung des Empfangsdienstes von der TPS zur ISS erinnert, hatten Nachteile für die Mitarbeiter. So wurden beispielsweise alle ausgegliederten Standorte der VCS vom neuen Besitzer mittlerweile geschlossen. Daher sieht die DPVKOM auch diese Ausgründung kritisch und rät allen betroffenen Mitgliedern, sich vor einem Wechsel ausführlich beraten zu lassen.