Die Fachgewerkschaft für die Beschäftigten der Post, Postbank, Telekom und Call-Center

22.12.2015Artikel drucken

Tarifverträge unterzeichnet!

Der Tarifkonflikt bei der Deutschen Post ist nun endgültig beendet. Am 18. Dezember 2015 hat die DPVKOM die entsprechenden Tarifverträge im Bonner Posttower zusammen mit dem für den Tarifbereich zuständigen Zentralbereichsleiter Christian Stiefelhagen unterzeichnet.

Voraussetzung für die Unterzeichnung durch den DPVKOM-Bundesvorsitzenden Volker Geyer war die hohe Zustimmung der DPVKOM-Mitglieder zu dem vorgelegten Tarifergebnis. So hatten in der von unserer Gewerkschaft durchgeführten Urabstimmung 85 Prozent der befragten Mitglieder für die Annahme des Tarifergebnisses votiert.

Für die Annahme des Tarifpakets war für die DPVKOM entscheidend, dass der Arbeitgeber Deutsche Post mit unserer Gewerkschaft ab sofort halbjährliche Gespräche zu der im Betrieb vorhandenen Überlastungsproblematik führen wird. Dies ist ein erster wichtiger Schritt in Richtung Überlastungsschutz für die Postmitarbeiter.

Darüber hinaus sieht der Tarifkompromiss unter anderem vor:

  • Ausschluss von betriebsbedingten Änderungs- und Beendigungskündigungen und Verlängerung der Rationalisierungsschutzbestimmungen bis zum 31. Dezember 2019.
  • Ausschluss der Fremdvergabe von Arbeit in der Brief- und Verbundzustellung bis zum 31. Dezember 2018.
  • Verlängerung der Eigenbeschäftigungsquote von mindestens 2 600 Fahrern in der Abteilung Verkehr bis zum 31. Dezember 2018.
  • Individualrechtliche Zusicherung für Paketzusteller der DP AG, bei andauernder gesundheitlicher Eignung dauerhaft bei der DP AG als Paketzusteller zu verbleiben.
  • Einmalzahlung in Höhe von 400 Euro am 1. Oktober 2015 für alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer der DPAG (Teilzeitkräfte anteilig) und von 200 Euro an alle Auszubildende und BA-Studierende.
  • Lineare Erhöhung der Tabellenentgelte für Arbeitnehmer und Auszubildende um 2 Prozent zum 1. Oktober 2016 und um weitere 1,7 Prozent zum 1. Oktober 2017.