04.07.2019Artikel drucken

Erste Tarifrunde für „gelbe“ Einheiten der DB PFK AG

Tarifforderungen erläutert und begründet

Die aus den Gewerkschaften DBV, DPVKOM und komba bestehende Tarifgemeinschaft hat am 3. Juli 2019 in der Bonner Bundesgeschäftsstelle der DPVKOM Verhandlungen mit der DB Privat- und Firmenkundenbank AG (DB PFK AG) aufgenommen. Bereits Anfang Mai hatte die Tarifgemeinschaft dem Arbeitgeber schriftlich ihre Forderungen für deren „gelben“ Einheiten – nämlich Postbank, BCB, Postbank Service, BHW KSG, Postbank Direkt sowie Postbank Filialvertrieb – übermittelt.

In der mehrstündigen Tarifrunde wurden der Arbeitgeberseite diese nun genau erläutert und begründet. Im Wesentlichen sind dies:

  • Gehaltserhöhung von 6 Prozent bei einer Laufzeit von 12 Monaten (Arbeitgeber: Viel zu viel!)
  • Flexible Wahl der Beschäftigten zwischen Gehaltserhöhung und freien Tagen (Arbeitgeber: Zu kompliziert!)
  • Einführung einer arbeitgeberfinanzierten Altersversorgung für die Beschäftigten, die noch keine haben (Arbeitgeber: Verhandlungen wurden doch schon zugesagt, über das „wie“ muss noch nachgedacht werden!)
  • Einführung eines zweckgebundenen freien Tages für Vorsorgeuntersuchungen (Arbeitgeber: Grundsätzlich interessant, muss aber noch geprüft werden!)

Eine spätere Einigung zur unveränderten Weitergeltung der so genannten Filialzulage für aktive Beamte im Postbank Filialvertrieb über August 2019 hinaus scheint realistisch. Die von uns ebenfalls gewünschten Gespräche über eine Verlängerung des Kündigungsschutzes lehnt der Arbeitgeber hingegen mit Hinweis auf die bis Ende Juni 2021 laufenden Tarifverträge kategorisch ab.

Der nächste Verhandlungstermin wird voraussichtlich Mitte August sein.

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