Die Fachgewerkschaft für die Beschäftigten der Post, Postbank, Telekom und Call-Center

12.08.2015Artikel drucken

T-Systems droht mit betriebsbedingten Kündigungen

Die IT-Sparte der Deutschen Telekom, die T-Systems, steht seit 15 Monaten in einem gravierenden Umstrukturierungsprozess. Neben der geschäftlichen Neuausrichtung der T-Systems Market Unit und der Telekom IT waren die letzten Monate durch einen erheblichen Personalabbau geprägt. Dieser wurde durch die Sozialpartner in einer Rahmenvereinbarung TSI 2015+ begleitet. Dabei wurden sogenannte Haltepunkte festgeschrieben, an denen der geplante sozialverträgliche Personalabbau überprüft wurde.

Nunmehr wurde zum 30.06.2015 festgestellt, dass die festgelegten Ziele für das Jahr 2015 nicht mehr erreicht werden können. Nun droht der Vorstand ganz offen mit betriebsbedingten Kündigungen zum Anfang des nächsten Jahres. Davon sollen mehrere Hundert Mitarbeiter betroffen sein. Die DPVKOM verurteilt diese Drohung auf das Schärfste. Dabei ist es vollkommen unverständlich, dass den Mitarbeitern mit Kündigung gedroht wird, obwohl das Arbeitsvolumen weiterhin hoch ist und teilweise kaum zu schaffen ist und gleichzeitig in diesem Bereich bis zum Jahresende fast 2.000 Leih- und Zeitarbeiter sowie Freelancer beschäftigt sind.

Das Unternehmen behauptet zwar, dass diese Kräfte Aufgaben erledigen, für die kein Wissen bei den Beschäftigten der T-Systems vorhanden sein soll. Aber wenn dieses Wissen den vorhandenen Mitarbeitern nicht vermittelt wird, kann sich diese Situation nicht ändern.

 

Die DPVKOM fordert den Vorstand der T-Systems und den Vorstand des Telekom-Konzerns auf, die ehrgeizigen Personalabbaupläne zeitlich zu strecken und von betriebsbedingten Kündigungen abzusehen. Darüber hinaus muss der Anteil der fremdvergebenen Arbeit deutlich reduziert werden und die vorhandenen Mitarbeiter für diese Arbeiten qualifiziert werden.

 

DPVKOM-Pressemitteilung: T-Systems droht mit betriebsbedingten Kündigungen