Die Fachgewerkschaft für die Beschäftigten der Post, Postbank, Telekom und Call-Center

06.03.2015Artikel drucken

Seniorenseminar in Königswinter: Die „Chemie“ stimmte!

20 Teilnehmer waren zum diesjährigen Seminar der DPVKOM-Bundessenioren vom 19. bis 21. Februar nach Thomasberg/Königswinter gereist. Die Seniorinnen und Senioren wurden am 19. Februar vom Bundesseniorenvorsitzenden Manfred Schiller herzlich willkommen geheißen und in die Seminarthematik eingewiesen.

Nach einer kurzen Vorstellungsrunde begann Thomas Hackbarth, Gewerkschaftssekretär im Regionalverband Nord, mit seinem Vortrag zum Thema „Sicherheit im Internet“. Dabei betonte er unter anderem, dass das Internet auf keinen Fall ohne eine aktuelle Virenschutzsoftware genutzt werden sollte.

Außerdem wies er darauf hin, dass es äußerst wichtig sei, sich im Internet genauso wie im täglichen Leben, mit Überlegung und offenen Augen zu bewegen. Wer sich durch vermeintliche Sonderangebote („Geiz ist geil“) oder Panikmache (zum Beispiel in Form überhöhter Rechnungen) provozieren lasse, können schon oft mit einem Bein in der Falle der Trickbetrüger stehen. „Und davor schützt keine Software“, so Thomas Hackbarth.

Viel Wissenswertes von der Polizei
„Sicherheit im Straßenverkehr“ – über dieses Thema wusste Erich Klaus von der Bonner Polizei viel Wissenswertes zu berichten. So sei es unbedingt notwendig, dass sich jeder Autofahrer vor Fahrtantritt die Frage stelle: „Bin ich in der Lage, ein Fahrzeug zu führen?“

Mit zunehmendem Alter ist nicht nur der so genannte „Schulterblick“ eingeschränkt, auch das Richtungshören, zum Beispiel in Bezug auf das Martinshorn, und die Reaktion lassen nach. Daher ist es wichtig, Gehör und Sehschärfe beim Arzt überprüfen zu lassen. Einem Reaktionstest sollte sich jeder Verkehrsteilnehmer ebenfalls stellen.

Werden dabei gravierende Einschränkungen festgestellt, gilt es zu überlegen, ob es nicht Zeit ist, auf öffentliche Verkehrsmittel umzusteigen.

Die Sicherung der eigenen „vier Wände“ und der Schutz vor Verbrechen war das Thema des Vortrages von Ulli Hansmann, ebenfalls von der Bonner Polizei. Um Einbrüche vorzubereiten und diese möglichst ungestört verüben zu können, nutzen Täter Informationen aus allen Medien. Gibt jemand bei Facebook beispielsweise an „Freue mich auf meinen Urlaub vom … bis …“ wüssten Einbrecher sofort, dass die Wohnung oder das Haus im entsprechenden Zeitraum leer sind.

Weitere Hinweise erhalten sie aus Zeitungen, indem sie beispielsweise den Zeitpunkt von Trauerfeiern erforschen. Auch hier wissen die Täter sofort, dass sie eine leere Wohnung vorfinden. Für weitere Hinweise zur Prävention wies Ulli Hansmann auf die Beratungsstellen der
Polizei hin.


Notwendigkeit von Versicherungen betont
Der stellvertretende Vorsitzende der DPVKOM-Bundessenioren Kurt Scherff brachte deutlich zum Ausdruck, dass Gesundheit und Wohlstand zwei starke Motive eines jeden einzelnen Menschen seien, die durch
entsprechende Versicherungen abgesichert werden sollten. Bei seinem Referat am dritten Seminartag sprach er alle Bereiche der Versicherungen an. Ältere Unfallversicherungen zum Beispiel sollten überprüft und den Erfordernissen des Alters angepasst werden. Die Privathaftpflichtversicherung ist ein „Muss“ für jeden, da sie Risiken des täglichen Lebens absichert. Seine Ausführungen über die Themen Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht ergänzte Kurt Scherff durch die Besprechung diverser Fallbeispiele.

Um wertvolle Hinweise über die Seniorenarbeit der DPVKOM und die diesbezüglichen Wünsche unserer Mitglieder zu erhalten, verteilt Manfred Schiller bei Seniorenveranstaltungen Fragebogen an die Anwesenden, so auch hier. Die durch die Beantwortung gewonnenen Anregungen und Hinweise werden dann in den Vorstandssitzungen der Bundessenioren ausgewertet und nach Möglichkeit umgesetzt.

Schiller informierte die Teilnehmer natürlich auch über Aktuelles aus der DPVKOM, wie zum Beispiel über den
Baubeginn unseres eigenen Gewerkschaftshauses in Bonn. Daneben überreichte er jedem Seminarteilnehmer eine Briefmarke, die unsere Gewerkschaft zu ihrem 125-jährigen Bestehen herausgegeben hat.

Mit Informationen aus den Postnachfolgeunternehmen beendete er seinen Bericht. Dabei ging er vor allen Dingen auf die ständig schlechter werdenden Einkommensbedingungen für neu eingestellte Mitarbeiter bei der Deutschen Post ein.


Nette und interessante Gespräche
Und noch eines soll nicht unerwähnt bleiben: Das Seniorenseminar zeichnete sich einmal mehr durch Abende in gemütlicher und lockerer Atmosphäre bei vielen netten und auch interessanten Gesprächen aus. Das lag mit Sicherheit nicht nur daran, dass die DPVKOM am ersten Abend einen Teil der
Getränkekosten übernahm, sondern auch daran, dass die „Chemie“ untereinander stimmte.

In der Abschlussdiskussion brachten die Teilnehmer deutlich zum Ausdruck, dass sie bei diesem Seminar viel Interessantes und Neues erfahren haben und auch älteres Wissen wieder aufgefrischt wurde.