Die Fachgewerkschaft für die Beschäftigten der Post, Postbank, Telekom und Call-Center

06.09.2017 Artikel drucken

Postbank legt auch in der dritten Tarifrunde kein Angebot vor!

  • Foto: Maik Brandenburger Die Deutsche Bank hat bislang noch keine Strategie hinsichtlich der Zusammenführung mit der Postbank präsentiert. Das wirkt sich auch auf die Tarifverhandlungen bei der Postbank aus.

Die Deutsche Postbank AG hat auch in der dritten Tarifrunde am 5. September 2017 mit der aus den Gewerkschaften DPVKOM, DBV und komba bestehenden Tarifgemeinschaft kein Angebot vorgelegt. Das ist für die Tarifgemeinschaft und die Beschäftigten natürlich höchst unbefriedigend. Aus diesem Grund sind in den kommenden Wochen Warnstreiks nicht ausgeschlossen.

Zwar zeigte der Arbeitgeber sich grundsätzlich „zu allen Punkten gesprächsbe­reit“, allerdings müsse man dabei stets den „Kontext der Zusammenführung von Deutscher Bank und Postbank berücksichtigen“.

Es ist damit einmal mehr offenkundig, dass den Postbankverantwortlichen schlichtweg die Entscheidungsbefugnis fehlt, solange die Frankfurter Konzern­mutter ihre Gesamtstrategie nicht erarbeitet und präsentiert hat. 

Für die Tarifgemeinschaft hat bekanntermaßen eine Verlängerung des Ende Juni dieses Jahres konzernweit ausgelaufen­en Schutzes vor betriebsbedingten Beendigungskündigungen bis zum 31. Dezember 2022 höchste Priorität. Außerdem legen wir gesteigerten Wert auf den langfristigen Erhalt aller Post­bank-Betriebsstandorte.

Nicht zuletzt bleibt auch unsere Forderung nach einer linearen Lohnerhöhung für Arbeitnehmer und Auszubildende in allen Konzerneinheiten um 4,9 Prozent – bei 12-monatiger Laufzeit der Entgelttabellen – genauso bestehen wie die nach einer Verlängerung des Anerkennungstarifvertrages für den Entgelttarif­vertrag des privaten Bank­gewerbes für betroffene Beschäftigte der BCB AG. Außerdem setzen wir uns für die Weiterzahlung der Postbank-Filialzulage an aktive Beamte im Filialvertrieb ein.

Die nächste Verhandlungsrunde mit der Tarifgemeinschaft findet voraussicht­lich am 27. September 2017 statt.

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