Die Fachgewerkschaft für die Beschäftigten der Post, Postbank, Telekom und Call-Center

22.01.2015Artikel drucken

Pläne der Deutschen Post sind unsozial und schäbig!

„Die Pläne der Deutschen Post, in den kommenden Jahren mehrere Tausend Mitarbeiter zu niedrigeren Löhnen als heute einstellen zu wollen, ist nicht zuletzt angesichts der Milliardengewinne des Unternehmens unsozial und schäbig.“ Mit diesen Worten kommentiert der Bundesvorsitzende der Kommunikationsgewerkschaft DPV (DPVKOM), Volker Geyer, die heutige - 22. Januar 2015 - Ankündigung der Deutschen Post, bis zum Jahr 2020 bis zu 10.000 Arbeitsplätze in einer neu gegründeten Gesellschaft namens DHL Delivery GmbH schaffen zu wollen.

Die neuen Mitarbeiter sollen dann nicht mehr nach den Tarifverträgen der Deutschen Post bezahlt werden, sondern zu regional unterschiedlichen tariflichen Bedingungen der Speditions- und Logistikbranche. „Die Deutsche Post unterläuft damit ihre abgeschlossenen Tarifverträge. Wir verurteilen diese Lohndrückerei der Deutschen Post, die sich selbst immer als Arbeitgeber mit hoher sozialer Verantwortung bezeichnet, auf das Schärfste. Zukünftig werden die Mitarbeiter für die gleiche Tätigkeit unterschiedlich bezahlt. Das spaltet die Belegschaft!“, so Geyer weiter.

 

Die DPVKOM fordert die Deutsche Post dazu auf, ihre Pläne aufzugeben und die vorhandenen befristeten Beschäftigten ab sofort unbefristet im Unternehmen weiter zu beschäftigen, und zwar zu den bisherigen Entgeltbedingungen. Die Deutsche Post hat kein Problem mit dem vorhandenen Lohnabstand zu ihren Mitwettbewerbern, sondern sie hat ein Einnahmeproblem. Wer für seine Großkunden Pakete zu Niedrigstpreisen transportiert und die hohe Qualität der logistischen Dienstleistungen auf diese Art und Weise geradezu verramscht, darf sich nicht wundern, wenn der Gewinn nicht die gleichen Wachstumsraten wie der Umsatz aufweist. Darunter dürfen jedoch nicht die Beschäftigten leiden.

 

Pressemitteilung