Die Fachgewerkschaft für die Beschäftigten der Post, Postbank, Telekom und Call-Center

28.09.2017 Artikel drucken

Arbeitgeber legt erstes Angebot vor

Noch keine Einigung bei Postbank-Tarifverhandlungen in Sicht!

  • Foto: Pixxs/Fotolia Eine Einigung im Tarifkonflikt mit der Deutschen Postbank ist derzeit nicht absehbar.

Die Postbank hat in der am 27. September 2017 in der DPVKOM-Bundesgeschäftsstelle in Bonn stattgefundenen Tarifrunde mit der aus den Gewerkschaften DBV, komba und DPVKOM bestehenden Tarifgemeinschaft ein erstes Angebot vorgelegt.

Dieses beinhaltet im Wesentlichen:
• Anhebung der Entgelte um 1,5 Prozent ab dem 1. November 2017,
• weitere Erhöhung der Entgelte um 1,0 Prozent ab dem 1. Februar 2019,
• Laufzeit der neuen Entgelttabellen bis zum 30. Juni 2019 sowie
• Verzicht auf betriebsbedingte Beendigungskündigungen ebenfalls bis zum 30. Juni 2019.

Darüber hinaus soll die Auszubildendenvergütung angehoben werden.

Aus Sicht der Tarifgemeinschaft ist dieses Angebot völlig unzureichend. Wir fordern zum Beispiel nach wie eine lineare Lohnerhöhung für Arbeitnehmer und Auszubildende in allen Konzerneinheiten um 4,9 Prozent – bei 12-monatiger Laufzeit der Entgelttabellen –, eine Verlängerung des Ende Juni dieses Jahres konzernweit ausgelaufenen Schutzes vor betriebsbedingten Beendigungskündigungen bis zum 31. Dezember 2022 und den langfristigen Erhalt aller Postbank-Betriebsstandorte.

Weitere Warnstreiks von Postbank-Mitarbeitern sind damit nicht ausgeschlossen. Bereits in den zurückliegenden Wochen haben Beschäftigte der Postbank gestreikt, um den Tarifforderungen Nachdruck zu verleihen. Daran beteiligten sich auch DPVKOM-Mitglieder.

Die nächste Verhandlungsrunde mit der Tarifgemeinschaft wurde noch nicht terminiert. Die Tarifgemeinschaft erwartet dann ein deutlich verbessertes Angebot des Arbeitgebers.

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