Die Fachgewerkschaft für die Beschäftigten der Post, Postbank, Telekom und Call-Center

Musterklage zur Anerkennung von Vorbeschäftigungszeiten

Nächster Gerichtstermin für Anfang Februar anberaumt

Am gestrigen Donnerstag hat vor dem Arbeitsgericht in Bonn das Verfahren in Zusammenhang mit der von der DPVKOM eingereichten Musterklage zur Anerkennung von Vorbeschäftigungszeiten der ehemaligen Delivery-Beschäftigten bei der Deutschen Post (AG) begonnen. Die DPVKOM hatte Ende Oktober eine entsprechende Klage eingereicht.

Damit will sie feststellen lassen, dass die von der Deutschen Post praktizierte pauschale Nichtberücksichtigung dieser bei der Muttergesellschaft Post verbrachten Arbeitszeiten hinsichtlich der Einstufung im Entgelttarifvertrag einen klaren Rechtsverstoß darstellt. Eine höhere Einstufung innerhalb der Entgeltgruppe hätte für die Beschäftigten einen Mehrverdienst zur Folge.

Erwartungsgemäß kam gestern keine Einigung zustande. Allerdings ist die DPVKOM nach dem Verlauf des Gütetermins vorsichtig optimistisch, dass wir den Prozess für unsere Mitglieder gewinnen werden. Allen Hinhaltetaktiken der Deutschen Post AG zum Trotz hat der Vorsitzende Richter den nächsten Gerichtstermin (Kammertermin) bereits für den 6. Februar 2020 angesetzt.

Sollte das Urteil unsere Rechtsauffassung bestätigen, wird die DPVKOM – falls das Unternehmen dann nicht von selbst allen anspruchsberechtigten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern den ihnen zustehenden höheren Lohn zahlt – selbstverständlich für alle weiteren betroffenen Mitglieder Klagen einreichen.