Die Fachgewerkschaft für die Beschäftigten der Post, Postbank, Telekom und Call-Center

08.04.2015Artikel drucken

Mehr Geld für Rentnerinnen und Rentner!

  • Ab dem 1. Juli 2015 gibt es mehr Geld für Rentnerinnen und Rentner.

Ab dem 1. Juli 2015 erhalten die rund 20 Millionen Rentnerinnen und Rentner in Deutschland eine etwas höhere Rentenzahlung. So steigen die Renten in den alten Bundesländern um 2,1 Prozent und in den neuen Bundesländern um 2,5 Prozent.

Laut Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) ist die Rentenanpassung eine gute Nachricht für die Rentnerinnen und Rentner. Damit profitierten auch sie von der guten wirtschaftlichen Situation in Deutschland, so Andreas Nahles. Diese hat bereits zu höheren Löhnen geführt, was sich nun auch auf die Rente auswirkt. So wird die Altersrente immer im Einklang mit der allgemeinen Lohnentwicklung angepasst.

Mit dem Rentenplus von 2,1 beziehungsweise 2,5 Prozent fällt die Anpassung zwar etwas höher aus als die derzeitige Inflationsrate; sie könnte aber noch höher sein, wenn eine Forderung der DPVKOM-Senioren umgesetzt würde. Wie bereits dargestellt ist die Entwicklung der Bruttolöhne die Basis für die Berechnung der Rentenanpassung. Da hier aber auch die Löhne der Beschäftigten aus dem Niedriglohnsektor hinein gerechnet werden, drückt das die jährlichen Rentenerhöhungen um etwa 1 Prozent nach unten. Die DPVKOM Senioren fordern hier seit langem, diese Niedriglöhne aus den Berechnungen herauszunehmen.


Rentenanpassung Ost an West ist überfällig
Außerdem machen sich de DPVKOM-Senioren dafür stark, dass die Renten in den neuen Bundesländern an die Renten in den alten Bundesländern angepasst werden. Der Rentenwert Ost beträgt zurzeit nur 92 Prozent des Westwertes. Für einen Entgeltpunkt aus ihren Rentenanwartschaften erhalten ostdeutsche Rentner 26,39
Euro, während westdeutsche Rentner hierfür 28,61 Euro bekommen. Das muss sich im Sinne der Ost-Rentner ändern.

Vor diesem Hintergrund ist eine Aussage von Bundeskanzlerin Angela Merkel zu begrüßen, wonach spätestens im Jahre 2020 in Deutschland die Renteneinheit erreicht sein soll. Damit wäre dann eine weitere langjährige Forderung der DPVKOM-Senioren endlich erfüllt.