Die Fachgewerkschaft für die Beschäftigten der Post, Postbank, Telekom und Call-Center

10.06.2016Artikel drucken

Kritik der DPVKOM zeigt Wirkung: Springervergütung bleibt vorerst erhalten!

Die Deutsche Post hatte geplant, die seit 1991 unverändert an Springer in einer rollierenden Zustellergruppe gezahlte Zusatzvergütung in Höhe von 1,53 Euro pro Einsatztag ab dem 1. Juli zu streichen. Hierüber berichtete die DPVKOM in einem Plakat vom 10. Juni. Nach heftiger Kritik der DPVKOM an diesem Vorhaben, hat der Arbeitgeber die entsprechende Anweisung in letzter Minute zurückgezogen. Damit wird die Zulage vorerst weitergewährt.

Als Begründung für den Wegfall führte der Arbeitgeber an, dass die „Rollispringertätigkeit“ inzwischen „nicht mehr als besonders schwierig“ eingestuft werden könne und zudem „nicht mehr mit einer ständigen über das normale Maß hinaus gehenden Beanspruchung und Verantwortung“ verbunden sei.


Diese rigorose Vorgehensweise des Arbeitgebers sowie die damit zum Ausdruck gebrachte Geringschätzung der harten Arbeit der Kolleginnen und Kollegen bezeichnete die DPVKOM in dem Plakat als unverständlich und in hohem Maße unsozial! Dies gilt vor allem vor dem Hintergrund, dass sich die 20 Aufsichtsratsmitglieder innerhalb von nur drei Jahren ihre Jahresvergütungen um insgesamt fast 1,3 Millionen Euro auf nun knapp 2,7 Millionen Euro erhöht haben. Mit dem Wegstreichen der Rollispringervergütung spart die DP AG nun schätzungsweise einen niedrigen einstelligen Millionenbetrag pro Jahr ein.


Plakat: Unverständlich und unsozial: Aufsichtsratsvergütungen rauf, „Rollispringervergütung“ weg! (PDF)

 

Link zu einem Artikel in der Zeitung "Die Welt": Laut Gewerkschaft ist jeder achte Briefträger krank