Die Fachgewerkschaft für die Beschäftigten der Post, Postbank, Telekom und Call-Center

19.06.2015Artikel drucken

Streikkundgebung in Berlin

Heftige Kritik an Deutscher Post geübt!

Rund 150 Mitglieder der DPVKOM haben heute bei einer Streikkundgebung in Berlin die Tarifforderungen der DPVKOM nach Abschluss eines Bemessungstarifvertrages, einer Entgeltsteigerung von 5,5 Prozent und der Auflösung der DHL-Delivery-Regionalgesellschaften nochmals eindrucksvoll bekräftigt. Während des Protestzuges durch Berlin machten die Postler lautstark ihrem Ärger über die Verweigerungshaltung der Deutschen Post in der laufenden Tarifrunde und die mitarbeiterfeindliche Unternehmenspolitik Luft.

In seiner Rede vor den Streikenden aus den Briefniederlassungen in Berlin und Magdeburg kritisierte der DPVKOM-Bundesvorsitzende Volker Geyer das Verhalten das Postvorstandes. Dieser wolle seine völlig überzogenen Gewinnziele ausschließlich auf dem Rücken der Beschäftigten erwirtschaften. Geyer warf der Deutschen Post vor, die eigenen Haustarifverträge zu unterlaufen, indem sie Beschäftigte in den DHL-Delivery-Gesellschaften zu weitaus schlechteren Entgeltbedingungen beschäftige. Das werde die DPVKOM nicht hinnehmen.


Darüber hinaus wies der DPVKOM-Bundesvorsitzende darauf hin, dass es bei diesem Tarifkonflikt auch grundsätzlich darum gehe, die vom Unternehmen geplante Verschlechterung der Arbeitsbedingungen der Postbeschäftigten und deren Ausgliederung in weitere Billiglohntöchter zu verhindern. 


Ausschnitte von dieser Protestkundgebung sind heute aller Voraussicht nach in den "heute"-Nachrichten des ZDF um 17:00 Uhr und um 19:00 Uhr zu sehen. Dann wird das ZDF auch Bilder von streikenden DPVKOMlern in Kamen zeigen. So hat die DPVKOM in mehreren Zustellstützpunkten der Briefniederlassung Dortmund heute zum unbefristeten Streik aufgerufen.

 

ZDF heute vom 19. Juni 2015, 19 Uhr-Ausgabe