Die Fachgewerkschaft für die Beschäftigten der Post, Postbank, Telekom und Call-Center

12.04.2016Artikel drucken

Tarifrunde öffentlicher Dienst bei Bund und Kommunen

Es ist genug Geld da!

„Der Staat hat 2015 Rekordeinnahmen erzielt. Bei einem Steuerüberschuss von fast 20 Milliarden Euro kann man den Beschäftigten im öffentlichen Dienst doch keine Sonderopfer abverlangen. Es ist genug Geld da!“ Das sagte der zweite dbb Vorsitzende und Vorstand Tarifpolitik, Willi Russ, zum Auftakt der zweiten Verhandlungsrunde für den öffentlichen Dienst bei Bund und Kommunen am 11. April 2016 in Potsdam.

Der dbb Verhandlungsführer und Ehrenvorsitzende der DPVKOM appellierte dabei an die Arbeitgeber, auf die Gewerkschaftsforderungen einzugehen. Russ weiter: „Die Warnstreiks der vergangenen Tage senden eine deutliche Botschaft: Die Beschäftigten lassen sich nicht mit Almosen abspeisen, sondern wollen ihren Anteil am Erfolg und deutlich spürbare Einkommenszuwächse. Sie haben das verdient.“ Dies gilt auch für die Beamten bei Post, Postbank und Telekom. Auch diese Kolleginnen und Kollegen leisten eine hervorragende Arbeit. Vor diesem Hintergrund fordern dbb und DPVKOM eine inhalts- und zeitgleiche Übertragung des Tarifergebnisses auf die Beamten in den Postnachfolgeunternehmen und die Versorgungsempfänger. Der dbb fordert in der laufenden Tarifrunde unter anderem eine lineare Erhöhung der Tabellenentgelte um 6 Prozent bei einer 12-monatigen Laufzeit des Tarifvertrages.

Die diesjährige Einkommensrunde hatte am 21. März 2016 in Potsdam begonnen und wurde nach mehreren Warnstreiks der Beschäftigten im gesamten Bundesgebiet gestern fortgesetzt. Auch am heutigen 12. April wird in Potsdam verhandelt. Sollte der Arbeitgeber hier kein Entgegenkommen signalisieren, könnte es vor der geplanten dritten Verhandlungsrunde am 28. und 29. April 2016 zu weiteren Warnstreiks kommen.