Die Fachgewerkschaft für die Beschäftigten der Post, Postbank, Telekom und Call-Center

10.10.2014Artikel drucken

Erneut Kritik an VCS-Standortschließungen und den Gesetzesvorhaben zur Tarifeinheit und zum Postpersonalrechtsgesetz geübt!

  • Foto: DPVKOM
    Meinungsaustausch mit der Bundestagsfraktion DIE LINKE: (v.l.) Jutta Krellmann, Sabine Zimmermann, Petra Sitte, Volker Geyer, Betriebsrat Andreas Kögler

Heftige Kritik an den beabsichtigten Standortschließungen bei der VCS hat der DPVKOM-Bundesvorsitzende Volker Geyer (2.v.r) in einem Gespräch mit der parlamentarischen Geschäftsführerin der Bundestagsfraktion DIE LINKE, Dr. Petra Sitte (3.v.l.), der arbeitsmarktpolitischen Sprecherin der Fraktion, Sabine Zimmermann (2.v.l.), und der Fraktionssprecherin für Arbeit und Mitbestimmung, Jutta Krellmann, am 9. Oktober 2014 in Berlin geübt. Die geplante Reduzierung von derzeit 15 Standorten auf nur noch 5 bis Anfang 2017 sei unsozial und mitarbeiterfeindlich, so der DPVKOM-Bundesvorsitzende. Schließlich führe die Zusammenlegung von Standorten dazu, dass Beschäftigte mehrere Hundert Kilometer und einige Stunden zum neuen Arbeitsort unterwegs seien. Viele werden diese enorme Belastung nicht auf sich nehmen können und wollen. „Es kann nicht sein, dass zahlreiche VCS-Mitarbeiter auf diese Art und Weise aus dem Unternehmen herausgedrängt werden“, so Volker Geyer. Die Bundestagsabgeordnetinnen kündigten an, dass ihre Fraktion zu den Schließungsplänen eine Anfrage an die Bundesregierung stellen werde.

Der in Kürze zu erwartende Gesetzentwurf zur Herstellung von Tarifeinheit sowie die geplante Änderung des Postpersonalrechtsgesetzes waren ebenfalls wichtige Themen des Meinungsaustausches, an dem auch der freigestellte Betriebsrat der PeP-Niederlassung Magdeburg, Andreas Kögler, teilnahm. Dieser hatte das Treffen mit organisiert. Geyer bekräftigte dabei die Kritik der DPVKOM an dem Plan von Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles die Tarifeinheit per Gesetz festzuschreiben. Schließlich bevorzugt dies einseitig die DGB-Gewerkschaften und benachteiligt die Fach- und Berufsgewerkschaften. Auch die Fraktion DIE LINKE lehnt eine gesetzlich verordnete Tarifeinheit ab. Hinsichtlich des Postpersonalrechtsgesetzes wies der DPVKOM-Bundesvorsitzende auf die im Gesetzentwurf enthaltenen Verschlechterungen für die Beamten der Postnachfolgeunternehmen hin. Er appellierte an die Politikerinnen, ihre Zustimmung zu diesem Gesetz zu verweigern.

Beide Seiten vereinbarten den Meinungsaustausch fortzuführen, wenn die Gesetze dem Bundestag zur Beschlussfassung zugeleitet wurden.