Die Fachgewerkschaft für die Beschäftigten der Post, Postbank, Telekom und Call-Center

16.03.2015Artikel drucken

Equal Pay Day: Spiel mit offenen Karten

Wer verdient wie viel? Bislang können die meisten Beschäftigten nur raten, wie hoch der Verdienst der Kollegin oder des Kollegen ist. Auch das soll sich mit dem von Bundesfrauenministerin Manuela Schwesig angekündigten Lohngerechtigkeitsgesetz ändern. Deutschland ist auch 2014 das Schlusslicht in Europa geblieben, wenn es um die Entgeltgleichheit geht. Der Gender Pay Gap beträgt in Deutschland 22 Prozent - damit wird der Equal Pay Day erst am 20. März begangen! Das ist der Tag, bis zu dem Frauen in Deutschland quasi umsonst arbeiten, während Männer bereits ab dem 1. Januar entlohnt werden.

Der diesjährige Equal Pay Day steht unter dem Motto „Spiel mit offenen Karten – was verdienen Frauen und Männer?“ Damit wird das Tabuthema Gehaltstransparenz aufgebrochen. Denn erst wenn Gehaltsstrukturen transparent sind, können eigene Gehaltsansprüche überzeugend vertreten werden.

Zwar stellt sich die Angelegenheit etwas anders dar, wenn die öffentliche Hand der Arbeitgeber ist, aber das Motto zielt darauf ab, Entgeltgleichheit herzustellen. Es geht auch darum, Klarheit zu schaffen, wie die Lohnlücke zustande kommt. Wieso arbeiten weniger Frauen in besser bezahlten Berufen oder Positionen als Männer? Das ist ungerecht und liegt nicht daran, dass Frauen schlechter ausgebildet wären als ihre Kollegen. Im Gegenteil, Frauen haben oftmals die besseren Abschlüsse und steigen trotzdem nicht auf! Mit dem Lohngerechtigkeitsgesetz, das bereits im Koalitionsvertrag der Bundesregierung angekündigt wurde, soll hier die nötige Transparenz geschaffen werden.

Weitere Informationen zum diesjährigen Equal Pay Day finden Sie direkt unter www.equalpayday.de.

Die Geschäftsstelle Forum Equal Pay Day stellt Informationen und Werbemittel zum Thema Entgeltgleichheit für diejenigen bereit, die den Aktionstag am 20. März unterstützen wollen.