Die Fachgewerkschaft für die Beschäftigten der Post, Postbank, Telekom und Call-Center

12.04.2019Artikel drucken

Ein gutes Seminar!

  • Die Teilnehmer des Seniorenseminars waren mit dem Verlauf und den Inhalten des Seminars sehr zufrieden.

Ein gutes Seminar – so urteilten die knapp 20 Teilnehmerinnen und Teilnehmer des diesjährigen bundesweiten Seniorenseminars der DPVKOM, das vom 14. bis 16. März im dbb forum siebengebirge in Königswinter-Thomasberg stattgefunden hat.

Nach der Begrüßung durch den DPVKOM-Bundesseniorenvorsitzenden Manfred Schiller und einer kurzen  Vorstellungsrunde gab DPVKOM-Mitglied Ralph Sauer wertvolle Tipps und Hinweise zum Thema „Sicherheit im  Internet“. Der ehemalige Telekom-Mitarbeiter ging dabei besonders auf den Aspekt von sicheren Passwörtern ein.  Er betonte, dass man für jede Anwendung (E-Mail, Facebook, Onlinebanking etc.) ein anderes Passwort nutzen soll. Sichere Passwörter sollen mindestens aus acht Zeichen bestehen, darunter kleine und große Buchstaben,  Ziffern und Sonderzeichen. Auf keinen Fall dürfen Namen oder Begriffe aus dem Lexikon genutzt werden, diese  sind von Hackern leicht zu „knacken“.

Am zweiten Seminartag informierte Manfred Schiller die Anwesenden über Suchtgefahren im Alter. Durch eine  Reihe besonderer Ereignisse können ältere Menschen besonders anfällig werden für die verschiedensten Suchtmittel. Zu den Auslösern für den Gebrauch von Suchtmitteln gehören vermehrt auftretende Verlustereignisse wie der Tod des Partners oder von Freunden. Auch die Verkleinerung des sozialen Netzwerks nach Beendigung des Berufslebens und finanzielle Einbußen können ältere Menschen dazu veranlassen, Suchtmittel zu konsumieren.

Für das Thema Sucht sensibilisieren
Der Bundesseniorenvorsitzende wies ausdrücklich darauf hin, im Rahmen des Seminars keine Suchtberatung  urchzuführen, sondern die Teilnehmer vielmehr für das Thema sensibilisieren zu wollen. Wenn jemand der  einung sei, dass in seinem Freundes- oder Bekanntenkreis eine Person gefährdet sein könnte, dann solle er sich  nbedingt an eine der örtlichen Suchtberatungsstellen oder einen Arzt wenden, so Schiller. Der Bundesgeschäftsführer der DPVKOM, Manuel Kotte, überraschte die Senioren mit einem kurzen Besuch. Diese Gelegenheit wurde natürlich  von den Seminarteilnehmern genutzt, um etliche Fragen zu aktuellen gewerkschafts- und seniorenpolitischen Themen an Manuel Kotte zu richten, die dieser auch gerne und umfassend beantwortete. Danach ging es wieder um das Thema Gesundheit. Dagmar Völpel, Gesundheits- und Ernährungsberaterin, begann ihren Vortrag über die vier Säulen der Gesundheit mit der Definition der Weltgesundheitsorganisation WHO zur Gesundheit:
Gesundheit ist ein Zustand vollkommenen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlbefindens und nicht allein das Fehlen von Krankheit und Gebrechen. Um gesund zu bleiben, sollte jeder auf folgende Punkte achten: Bewegung,  Ernährung, Entspannung und Achtsamkeit auf den eigenen Körper.

Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Wohnformen
Auswirkungen auf das körperliche Wohlbefinden kann natürlich auch die Art und Weise haben, wie man als  Seniorin  oder Senior im Alter wohnen möchte. So beschäftigten sich die Seminarteilnehmer auch mit  unterschiedlichen Wohnformen und den entsprechenden Vor-und Nachteilen. In diesem Zusammenhang erwähnte Manfred Schiller als wohl geläufigste Wohnformen das eigene Heim, eine Wohngemeinschaft, das  Mehrgenerationenhaus oder das Seniorenheim. Egal für welche Wohnform sich der Einzelne auch entscheide: Vorab sollte auf jeden Fall ein Finanzcheck mit der Familie durchgeführt werden. Ansonsten kann es nämlich  passieren, dass auf einen selbst oder Angehörige außerordentliche finanzielle Belastungen zukommen.

Von der Darstellung der möglichen Wohnformen im Alter gelang dann nahtlos der Übergang zum nächsten  Seminarthema: Die seniorengerechte Gestaltung des Gartens, in dem möglichst sicher gearbeitet werden kann. Gärtnern macht Freude und ist gesund, denn Mobilität und Beweglichkeit werden damit gefördert, so der  Bundesseniorenvorsitzende bei seinen Ausführungen. Trotz dieser unbestreitbaren Vorteile des Gärtnerns ist  Gartenarbeit nicht ungefährlich. Jedes Jahr passieren etwa 200 000 Gartenunfälle. Um Verletzungen, Stürze etc.  zu vermeiden, sollten Hobbygärtner unter anderem Folgendes beachten:

  • Wege sauber halten und Äste, Blätter oder auch Baumfrüchte regelmäßig von den Wegen fegen.
  • Algenwuchs und Moos von Gehwegplatten entfernen.
  • Feste Schuhe mit Profilsohle tragen und hochwertiges Werkzeug sowie ergonomische Gartengeräte benutzen.
  • Wichtig ist es auch, dass man bei Hitze ausgedehnte Pausen macht und ausreichend trinkt. Kopf und  Haut sind vor der Sonne zu schützen.

DPVKOM braucht die Senioren und umgekehrt
Brauchen Senioren die Gewerkschaft? Braucht die Gewerkschaft die Senioren? Unter dieser Fragestellung stand der letzte Seminartag. Beide Fragen können laut Manfred Schiller mit einem klaren „Ja“ beantwortet werden. Für die in der DPVKOM organisierten Senioren gibt viele gute Gründe für eine Mitgliedschaft. Dazu zählen unter  anderem der gute Rechtsschutz, die Beratung zum Ruhestand, der Schutz bei Freizeitunfällen und das  Krankenhaustagegeld, umfassende Informationen durch Broschüren, Ratgeber und das DPVKOM Magazin, aber  auch Weiterbildung durch kostenfreie Seminare und Schulungen sowie Geselligkeit bei Veranstaltungen und Ausflügen. Und das alles zu einem abgesenkten Mitgliedsbeitrag. Die DPVKOM profitiert aber auch von ihren  älteren Mitgliedern. In vielen Bereichen wäre die gute Gewerkschaftsarbeit unserer DPVKOM ohne den Einsatz und Unterstützung der Senioren – sei es bei Betriebsversammlungen, Streiks, Ehrungen oder auch Krankenbesuchen – kaum leistbar.

Die Geselligkeit kam bei diesem Seminar auch nicht zu kurz. Abends saßen die Teilnehmer bei guten Getränken  und vielen netten Gesprächen lange zusammen. Egal ob Erinnerungen aus dem Berufsleben oder Anekdoten aus  dem Alltag, es wurde viel gescherzt und gelacht.