Die Fachgewerkschaft für die Beschäftigten der Post, Postbank, Telekom und Call-Center

13.05.2015Artikel drucken

DPVKOM ruft Zusteller der Deutschen Post zu weiteren Streiks auf!

In den kommenden Tagen wird es bei der Deutschen Post zu weiteren Warnstreiks der Zusteller kommen. Hierzu wird die Kommunikationsgewerkschaft DPV (DPVKOM) ihre Mitglieder aufrufen. Streikschwerpunkt ist Nordrhein-Westfalen.

Mit den erneuten Arbeitsniederlegungen will die DPVKOM den Druck auf den Arbeitgeber erhöhen, ernsthaft über die Tarifforderungen zu verhandeln. „Die Deutsche Post muss ihren gegen die eigenen Mitarbeiter gerichteten Konfrontationskurs endlich aufgeben. Wer streikende Mitarbeiter massiv einschüchtert, wer die Überlastung der Beschäftigten nicht zur Kenntnis nehmen will und wer Zusteller in Tochtergesellschaften mit einem deutlich niedrigeren Lohnniveau abschiebt, verspielt jegliches Vertrauen bei den Mitarbeitern. Die Beschäftigten haben die Nase gestrichen voll und erwarten ein Angebot, über das sich zu verhandeln lohnt“, so der DPVKOM-Bundesvorsitzende Volker Geyer.

So fordert die DPVKOM unter anderem den Abschluss eines Bemessungstarifvertrages und eine Reduzierung der Wochenarbeitszeit von 38,5 auf 38 Stunden bei vollem Lohnausgleich. Mit dem Bemessungstarifvertrag sollen die mehr als 85.000 Brief- und Verbundzusteller zukünftig vor einer Arbeitsüberlastung geschützt werden, die viele Beschäftigte krank macht. Ziel des Bemessungstarifvertrages ist es, dass die Arbeitsmenge gerechter verteilt wird und die Betriebsräte zusammen mit der DPVKOM ein Mitspracherecht bei der Festlegung der Zeitansätze für die Zustellung von Briefen und Paketen bekommen. Außerdem fordert sie eine Entgelterhöhung von 5,5 Prozent. Geyer weiter: „Sollte das Unternehmen weiter auf stur schalten, droht ein wochen- und monatelanger Tarifkonflikt, der erhebliche Beeinträchtigungen für die Privat- und Geschäftskunden mit sich bringen wird. Hierfür trägt dann ganz allein die Post die Verantwortung.“  

 

Pressemitteilung: DPVKOM ruft Zusteller der Deutschen Post zu weiteren Streiks auf!