Die Fachgewerkschaft für die Beschäftigten der Post, Postbank, Telekom und Call-Center

31.01.2018Artikel drucken

DPVKOM ruft zu Warnstreiks bei der Deutschen Post AG auf!

  • Foto: DPVKOM Im Paketzentrum Osterweddingen in der Briefniederlassung Magdeburg legten zahlreiche Beschäftigte die Arbeit nieder.
  • Foto: Nico Walter Die Postfachanlage in Essen wird ebenfalls bestreikt.
  • Foto: Marc-Andreas Lipka Im Zustellstützpunkt Rendsburg in der Briefniederlassung Kiel beteiligten sich ebenfalls viele Kolleginnen und Kollegen am Streik.
  • Foto: Werner Fischer Streikende Zusteller des Zustellstützpunktes Blomberg.

Die Kommunikationsgewerkschaft DPV (DPVKOM) hat ihre Mitglieder bei der Deutschen Post bundesweit in mehreren Zustellstützpunkten und weiteren Betriebsstätten zu einem mehrstündigen Warnstreik am morgigen Donnerstag, den 1. Februar 2018 aufgerufen. Mit diesem Warnstreik unmittelbar nach Ablauf der heute Nacht endenden Friedenspflicht fordert die DPVKOM die Deutsche Post noch einmal mit Nachdruck auf, über die berechtigten Entgeltforderungen der rund 130.000 Tarifbeschäftigten zu verhandeln.

„Unsere bei der Deutschen Post beschäftigten Mitglieder und wir als DPVKOM werden die Verweigerungshaltung des Arbeitgebers nicht länger hinnehmen. Mit dem Warnstreik setzen wir ein deutliches Zeichen und erwarten die Aufnahme von Tarifverhandlungen über höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen im Unternehmen Deutsche Post“, so die DPVKOM-Bundesvorsitzende Christina Dahlhaus. Von den Streiks werden mehrere zehntausend Haushalte in Magdeburg, Essen, im Kreis Lippe und Rendsburg betroffen sein.   

Die DPVKOM fordert für die Tarifbeschäftigten 5,5 Prozent mehr Lohn bei einer zwölfmonatigen Vertragslaufzeit. Alternativ hierzu soll es auch möglich sein, dass Beschäftigte für eine etwas geringere Lohnerhöhung von 3,5 Prozent zusätzlich fünf Tage bezahlte Freistellung erhalten. Vollzeitarbeitnehmer sollen mindestens 2.000 Euro mehr verdienen, wenn sie auf zusätzliche freie Tage verzichten. Im anderen Fall soll die Mindesterhöhung bei 1.300 Euro liegen. Dahlhaus weiter: „Das Unternehmen steht glänzend dar und vermeldet immer neue Rekordgewinne. Auch den Aktionären des Unternehmens geht es gut. Nur die Beschäftigten leiden unter der extrem hohen Arbeitsbelastung und dem fehlenden Personal. Sie müssen daher nicht nur finanziell von der positiven Entwicklung des Unternehmens profitieren, sondern brauchen auch endlich eine spürbare Entlastung in Form zusätzlicher freier Tage. Die Deutsche Post bekommt nur dann neues Personal, wenn sie gute Löhne zahlt und bessere Arbeitsbedingungen bietet. So kann es jedenfalls nicht weitergehen.“  

Plakat mit den Tarifforderungen