Die Fachgewerkschaft für die Beschäftigten der Post, Postbank, Telekom und Call-Center

30.04.2015Artikel drucken

DPVKOM ruft erneut zu Streiks bei der Deutschen Post auf!

Die Kommunikationsgewerkschaft DPV (DPVKOM) wird ihre Mitglieder bei der Deutschen Post in den kommenden Tagen zu weiteren Arbeitsniederlegungen aufrufen. Dann werden erneut zahlreiche Zusteller, insbesondere in nördlichen und westlichen Regionen Deutschlands, in den Streik treten, um den Tarifforderungen der DPVKOM Nachdruck zu verleihen. „Der Arbeitgeber sollte wissen, dass die Beschäftigten stinksauer über seine Blockade- und Verweigerungshaltung bei den derzeit laufenden Tarifverhandlungen sind. Wenn die Deutsche Post die Konfrontation sucht, dann kann sie sie haben“, so der DPVKOM-Bundesvorsitzende Volker Geyer.

Der Streik der Zustellerinnen und Zusteller wird dazu führen, dass es bei der Brief- und Paketzustellung erneut zu erheblichen Verzögerungen kommen kann. Hierfür ist allein der Arbeitgeber verantwortlich, da dieser ernsthafte Verhandlungen über den von der DPVKOM geforderten Bemessungstarifvertrag und über eine Reduzierung der Wochenarbeitszeit von 38,5 auf 38 Stunden bei vollem Lohnausgleich ablehnt. Mit dem Bemessungstarifvertrag sollen die mehr als 85.000 Brief- und Verbundzusteller zukünftig vor einer Arbeitsüberlastung geschützt werden, die viele Beschäftigte krank macht. Ziel des Bemessungstarifvertrages ist es, dass die Arbeitsmenge gerechter verteilt wird und die Betriebsräte zusammen mit der DPVKOM ein Mitspracherecht bei der Festlegung der Zeitansätze für die Zustellung von Briefen und Paketen bekommen.

 

Geyer weiter: „Der Vorstand der Deutschen Post muss sich gut überlegen, ob er seinen gegen die eigenen Mitarbeiter gerichteten und einseitig auf Gewinnmaximierung ausgerichteten Unternehmenskurs beibehalten möchte. Damit bewirkt er nämlich nur eines: weitere Streiks!“

 

Pressemitteilung: DPVKOM ruft erneut zu Streiks bei der Deutschen Post auf!