Die Fachgewerkschaft für die Beschäftigten der Post, Postbank, Telekom und Call-Center

08.06.2015Artikel drucken

DPVKOM leitet Urabstimmung über unbefristete Streiks bei der Deutschen Post ein!

Die Kommunikationsgewerkschaft DPV (DPVKOM) hat heute die Urabstimmung über unbefristete Streiks bei der Deutschen Post eingeleitet. Bis zum kommenden Mittwoch, dem 17. Juni 2015, haben die bei der Deutschen Post beschäftigten DPVKOM-Mitglieder die Möglichkeit, für oder gegen unbefristete Arbeitsniederlegungen zu stimmen.

„Die Deutsche Post ist trotz zahlreicher Streiks und Proteste der Beschäftigten nicht gewillt, über die berechtigten Forderungen nach einem Bemessungstarifvertrag, einer Arbeitszeitverkürzung von 38,5 auf 38 Wochenstunden und einer Entgeltforderung von 5,5 Prozent zu verhandeln. Damit trägt ganz allein der Arbeitgeber die Verantwortung für die Eskalation des Tarifkonflikts“, so der DPVKOM-Bundesvorsitzende Volker Geyer. Und weiter: „Ich bin mir sicher, dass wir von unseren Mitgliedern eine hohe Zustimmung zur Durchführung unbefristeter Streiks erhalten werden. Die Menschen sind nämlich extrem sauer und wütend auf den Arbeitgeber, der seinen Weg der Gewinnmaximierung auf dem Rücken der Beschäftigten ohne Rücksicht auf Verluste weiter beschreiten will.“   

Mit dem von der DPVKOM geforderten Bemes¬sungstarifvertrag sollen die mehr als 85.000 Brief- und Verbundzusteller zukünftig vor einer Arbeitsüberlastung geschützt werden, die viele Beschäftigte krank macht. Ziel des Bemessungstarifvertrages ist es, dass die Arbeitsmenge gerechter verteilt wird und die Betriebsräte zusammen mit der DPVKOM ein Mitspracherecht bei der Festlegung der Zeitansätze für die Zustellung von Briefen und Paketen bekommen. Außerdem fordert die DPVKOM eine Entgelterhöhung von 5,5 Prozent.

 

Pressemitteilung: DPVKOM leitet Urabstimmung über unbefristete Streiks bei der Deutschen Post ein!