Die Fachgewerkschaft für die Beschäftigten der Post, Postbank, Telekom und Call-Center

01.12.2015Artikel drucken

Tagung des Gewerkschaftsrates

DPVKOM ist aus dem Poststreik gestärkt hervorgegangen

Zahlreiche berufspolitische Themen wurde bei der Tagung des Gewerkschaftsrates der DPVKOM am 26. und 27. November 2015 im dbb forum siebengebirge in Königswinter-Thomasberg diskutiert.

In seiner Eröffnungsrede vor rund 50 Teilnehmern und Gästen des Gewerkschaftsrates, unter ihnen die DPVKOM-Ehrenmitglieder Robert Loosen, Günter Weidig und Peter Dukar, blickte der DPVKOM-Bundesvorsitzende Volker Geyer auf den Poststreik zurück. Durch die Streiks und in den anschließenden Tarifverhandlungen sowie Gesprächen mit dem Arbeitgeber habe die DPVKOM erreicht, dass das Thema Überlastung mittlerweile eine wichtigere Rolle im Unternehmen spiele. Auch der Arbeitgeber könne die hohe Arbeitsbelastung und Überlastung nicht mehr bestreiten und wegdiskutieren. In den Betriebsratsgremien werde nun ebenfalls verstärkt über dieses Thema gesprochen. Dies sei ein erster Erfolg der DPVKOM. In diesem Zusammenhang bedankte sich Volker Geyer bei allen Kolleginnen und Kollegen, die mitgestreikt und Flagge gezeigt haben. Die DPVKOM sei aus dieser Auseinandersetzung gestärkt hervorgegangen.

Ziel der DPVKOM müsse es nun sein, sowohl bei der Post als auch bei der DHL Delivery GmbH noch stärker zu werden. Dabei lenkte er auch den Blick auf die bevorstehenden Betriebsratswahlen in zahlreichen Regionalgesellschaften der DHL Delivery. Hier sagte er den Betriebsratskandidatinnen und -kandidaten jedwede Unterstützung der DPVKOM zu.

Zweites Schwerpunktthema seiner Ausführungen war das Tarifeinheitsgesetz. Dieses ziele eindeutig darauf ab, kleinere Gewerkschaften zu vernichten, so der DPVKOM-Bundesvorsitzende. Vor diesem Hintergrund begrüßte er ausdrücklich die vom dbb eingelegte Verfassungsbeschwerde vor dem Bundesverfassungsgericht. Die obersten Verfassungshüter werden sich im kommenden Jahr intensiv mit dem Tarifeinheitsgesetz befassen. Dabei deuten dem DPVKOM-Bundesvorsitzenden zufolge alle Zeichen darauf hin, dass das Gesetz als verfassungswidrig eingestuft wird.


Neue Vorsitzende der DPVKOM-Jugend und der Schwerbehindertenvertretung
Zu den Aufgaben des Gewerkschaftsrates zählte jedoch nicht nur der Meinungsaustausch über die aktuelle Berufspolitik, sondern er hatte auch wichtige personelle Entscheidungen zu treffen. Dazu zählten die Wahl eines neuen Vorsitzenden der Schwerbehindertengruppe und die Neubesetzung an der Spitze der Jugendorganisation unserer Gewerkschaft.

Mit überwältigender Mehrheit wählte der Gewerkschaftsrat Heinz Stenner zum neuen Vorsitzenden der Schwerbehindertvertretung. Der 65-Jährige, noch bis Jahresende bei der STRABAG Property and Facility Services GmbH im hessischen Heusenstamm beschäftigte Stenner tritt damit die Nachfolge von Thorsten Vollandt. Zum Stellvertreter Stenners wurde Andreas Stein gewählt.

Neuer Vorsitzender der Jugend ist Fabian Lubin. Der Briefzusteller in der Briefniederlassung Berlin-Südost war bislang Vorsitzender der Jungen DPVKOM-Gewerkschafter im Regionalverband Ost. Im Amt des Vorsitzenden der Jugendorganisation löst er Torsten Jaehne ab. Gleichzeitig stimmten die Delegierten des Gewerkschaftsrates mit überwältigender Mehrheit der Namensänderung von Junge DPVKOM-Gewerkschafter in DPVKOM-Jugend zu.