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Austausch zu Beamtenthemen

DPVKOM fordert mehr Planstellen

Als Fachgewerkschaft vertritt die DPVKOM auch die Interessen der Beamten bei der Deutschen Telekom. Daher findet zweimal im Jahr ein Austausch zu beamten-politischen Themen mit Vertretern der Telekom statt. Am 25. Juni war es wieder soweit.

An dem Meinungsaustausch nahmen vonseiten der Telekom Wolfgang Leiers von Competitive Workforce Management (CWF) sowie Marcus Zendt, Jürgen Schwarzbeck, Sofia Temming-Davilla und Elisabeth Schley aus dem Bereich Civil Servants Services (CSS) teil. Die DPVKOM wurde bei dem rund zweistündigen Gespräch von der DPVKOM-Bundesvorsitzenden Christina Dahlhaus, dem Referent Telekom, Karlheinz Vernet Kosik, und erstmals von der Juristin und Fachfrau für Beamtenfragen, Jessica Zumhoff, vertreten.  

Trotz vieler Abbauinstrumente für Beamte, wie zum Beispiel Altersteilzeit und engagierter Ruhestand waren zum Jahresende 2020 bei der Telekom noch etwas mehr als 22 000 Beamte beschäftigt. Die Zahl ist durch weitere Zurruhesetzungen in diesem Jahr auf etwa 21 000 gesunken. Das Durchschnittsalter der Beamten liegt derzeit bei 56 Jahren. Da es keine neuen Beamten im Unternehmen gibt, wird dieser Durchschnitt wohl in den nächsten Jahren weiter ansteigen.

Engagierter Ruhestand voraussichtlich wieder möglich
Auch für das Jahr 2022 wird es voraussichtlich wieder die Möglichkeit des engagierten Ruhestands geben. In welchem Umfang beziehungsweise zu welchen Zeitpunkten dieses Personalabbauinstrument genutzt werden kann, wird voraussichtlich noch im Verlauf der Sommermonate im Vorstand der Telekom entschieden. Danach sollen schnellstmöglich die Beschäftigten informiert werden. Wie in den Jahren davor ist zu erwarten, dass die Inanspruchnahme des engagierten Ruhestands in bestimmten Unternehmensbereichen – wie zum Beispiel im operativen Bereich der DT Technik – wohl nicht möglich sein wird. Hier kann voraussichtlich nur die Möglichkeit der Altersteilzeit genutzt werden.

Ein weiteres Thema war die berufliche Perspektive der Beamten. Hier erneuerte die DPVKOM ihre Kritik, dass es bei der Telekom keine Aufstiegsmöglichkeiten für Beamte gibt. Durch ein Moratorium des Telekom-Vorstandes, das seit dem Jahr 2005 gilt und bis Ende 2025 verlängert wurde, werden keine Aufstiegsmaßnahmen angeboten. Die DPVKOM ist der Meinung, dass es auch leistungsstarken Telekom-Beamte ermöglicht werden muss, in eine höhere Laufbahn zu wechseln. Diesbezüglich gibt es einen kleinen Hoffnungsschimmer nur für die leistungsstarken Beamten, die zu einer anderen Behörde wechseln wollen und dort auf einem Dienstposten einer höheren Laufbahn eingesetzt werden sollen. Hier besteht die Möglichkeit, einen Aufstieg bei der Telekom zu machen und danach in die andere Behörde zu wechseln.

Aktuelle Beförderungsrunde wurde ebenfalls erörtert
Seit Juni 2021 werden die dienstlichen Beurteilungen für den einfachen und mittleren Dienst bis zur Besoldungsgruppe A 8 und A 13vz im nichttechnischen Dienst eröffnet. Im Herbst 2021 findet die Beförderungsrunde für diese Besoldungsgruppen statt. Die Konkurrentenmitteilungen werden den Beamten voraussichtlich Anfang November 2021 zugesandt. Die Beförderungsdokumente werden dann Ende November an die Beamten verschickt, die auch befördert werden. Die Einweisung in die Planstelle und damit die Beförderung wird rückwirkend zum 1. September 2021 erfolgen. Es ist davon auszugehen, dass es wieder viele Widersprüche zu den Beurteilungen und auch Eilverfahren gegen die Nichtberücksichtigung bei der Beförderung geben wird. Vor diesem Hintergrund appelliert die DPVKOM an alle Betroffenen, ihre Rechte zwar wahrzunehmen, allerdings nicht alle anderen Beamten auf der Beförderungsliste zu behindern, indem ganze Listen in Eilverfahren vor den Verwaltungsgerichten gesperrt werden. Um seine persönlichen Interessen durchzusetzen, genügt es 1 bis 2 Planstellen auf der Liste sperren zu lassen.

Grundsätzlich ist die DPVKOM der Meinung, dass es deutlich mehr Planstellen geben muss. Die Beamten bei der Telekom leisten hervorragende Arbeit und tragen zum Unternehmenserfolg bei. Damit haben sie es auch verdient, befördert zu werden. Da viele Beamte in den nächsten Jahren das Unternehmen verlassen werden, ist es für sie wichtig, dass sie zeitnah befördert werden, um diese Beförderung auch versorgungswirksam in die Pension mitzunehmen.