Die Fachgewerkschaft für die Beschäftigten der Post, Postbank, Telekom und Call-Center

23.06.2015Artikel drucken

Deutsche Post gießt weiter Öl ins Feuer!

„Die Deutsche Post übt psychischen Druck auf die Beschäftigten aus und nimmt viel Geld in die Hand, um den Streik zu unterlaufen und die Mobilisierungsfähigkeit der Gewerkschaften mit aller Macht zu schwächen. Damit gießt die Deutsche Post nur weiter Öl ins Feuer und heizt den Tarifkonflikt noch stärker an.“ Das sagt der Bundesvorsitzende der Kommunikationsgewerkschaft DPV (DPVKOM), Volker Geyer, zu der Vorgehensweise des Unternehmens, Beschäftigte mit einer Prämie von 100 Euro pro Person zur Sonntagsarbeit und damit zur Zustellung bislang liegengebliebener Briefe und Pakete zu bewegen. Gleichzeitig köderte sie Freiwillige für die Zustellung von Postsendungen mit Einkaufsgutscheinen. An der Sonntagszustellung hatten sich nach Unternehmensangaben mehr als 11.000 Personen beteiligt.

Bereits in der vergangenen Woche hatte die Deutsche Post nach entsprechenden Medienberichten zugeben müssen, dass sie Mitarbeiter von Kunden einsetzt, damit diese Pakete und Briefe sortieren. Auch Leiharbeitnehmer, Studenten, ausländische Arbeitskräfte und mittlerweile sogar Taxifahrer werden vom Unternehmen angeheuert, um die Streikfolgen abzumildern. „Die Deutsche Post lässt sich derartige Maßnahmen einiges kosten. Geld spielt hier offensichtlich keine Rolle mehr. Gleichzeitig will sie Lohnkosten im Unternehmen einsparen, indem sie Arbeitsplätze in die DHL-Delivery-Gesellschaften auslagert. Das passt doch nicht zusammen!“, so Geyer weiter.

Der DPVKOM-Bundesvorsitzende fordert die Deutsche Post mit Nachdruck auf, einen konstruktiven Kompromissvorschlag vorzulegen. „Hierauf sollte sich der Arbeitgeber konzentrieren und seine Energie verwenden. Dabei darf er eines nicht vergessen: Die Beschäftigten haben das Unternehmen zu dem gemacht, was es heute ist, nämlich ein Unternehmen, das wirtschaftlich hervorragend dasteht!“, so der DPVKOM-Bundesvorsitzende.

 

DPVKOM-Pressemitteilung: Deutsche Post gießt weiter Öl ins Feuer!