Die Fachgewerkschaft für die Beschäftigten der Post, Postbank, Telekom und Call-Center

10.10.2019Artikel drucken

Einigung bei Tarifrunde für „gelbe“ Einheiten der DB PFK AG

Deutliche Gehaltserhöhungen und Verlängerung des Kündigungsschutzes!

Die Vertreter der aus den Gewerkschaften DBV, DPVKOM und komba bestehenden Tarifgemeinschaft haben sich heute mit der DB Privat- und Firmenkundenbank AG (DB PFK AG) auf ein umfangreiches Tarifpaket für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer bei den verschiedenen Einheiten der ehemaligen Postbank (PB) verständigt. Der DPVKOM-Bundesvorstand muss in seiner Sitzung Ende Oktober allerdings noch final darüber befinden.

Das Tarifpaket hat im Wesentlichen folgende Inhalte: 

  • Verlängerung des Schutzes vor betriebsbedingten Beendigungskündigungen bis zum 30. Juni 2023. Der Arbeitgeber ist damit einer zentralen Forderung der Tarifgemeinschaft gefolgt.
  • Gehaltserhöhungen von 3,0 Prozent ab dem 01.11.2019 und von 1,75 Prozent ab dem 01.10.2021 bei einer Mindestlaufzeit der Entgelttabellen bis zum 31.12.2021. Die monatlichen Bezüge für die Mitarbeiter der PB-Filialvertrieb AG und der PB Direkt GmbH steigen ab dem zweiten Anhebungsschritt monatlich um mindestens 110 Euro.
  • Einführung eines 13. Monatsgehalts (Weihnachtsgeldes) bei PB Direkt. In 2021 beträgt dieses die Hälfte eines Monatsgehalts und ab 2022 ein ganzes Monatsgehalt.
  • Ab dem 01.02.2020 haben Beschäftigte die Möglichkeit, Tariferhöhungen in zusätzliche Freistellungstage pro Jahr umzuwandeln. Die genaue Vorgehensweise hierfür legen die Sozialpartner in den nächsten Wochen fest.
  • Ab sofort gibt es mindestens einen zusätzlichen Tag Arbeitsbefreiung bei Wahrnehmung von ärztlichen Früherkennungs- beziehungsweise Vorsorgeuntersuchungen.

Darüber hinaus wird die sogenannte Filialzulage für aktive Beamte im PB-Filialvertrieb unverändert vom 1. September bis einschließlich 31. Januar 2022 weitergezahlt.