Die Fachgewerkschaft für die Beschäftigten der Post, Postbank, Telekom und Call-Center

27.11.2014Artikel drucken

Bundesverwaltungsgericht kippt Sonn-und Feiertagsarbeit in hessischen Call-Centern

  • Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig.

Am 26. November 2014 hat das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig entschieden, dass die Bedarfsgewerbeordnung von Hessen nicht den gesetzlichen Regelungen entspricht. Mit diesem Urteil wird nun klargestellt, dass der Gesetzgeber in Hessen seine Regelungstiefe deutlich überschritten hat. Damit darf in hessischen Call-Centern ab sofort an Sonn- und Feiertagen nicht mehr gearbeitet werden. Das Urteil hat damit auch richtungsweisenden Charakter für andere Bundesländer, die solche Ausnahmen in ihren Bedarfsgewerbeordnungen geregelt haben.

Nun muss der Gesetzgeber bundeseinheitlich neue Regelungen für die Genehmigung von Sonntagsarbeit erlassen. Auch wenn es für Sonn- und Feiertagsarbeit Zuschläge gibt, betrachtet die DPVKOM Arbeit an Sonn- und Feiertagen sehr kritisch. Diese Tage gehören der Familie und müssen grundsätzlich arbeitsfrei sein. Nur in wenigen Fällen sollten hier Ausnahmeregelungen gelten.