Vertrauensleutetagung bei der Telekom

Beschäftigte haben Angst um ihren Arbeitsplatz

Der DPVKOM ist es wichtig, den Kontakt zu ihren Vertrauensleuten aufrechtzuerhalten. Das gilt auch und besonders vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie und den damit einhergehenden Beschränkungen.

So freuten sich alle Beteiligten, dass sowohl vom Betriebsrat der Technikniederlassung Ost als auch vom Hotel die Zusage kam, unter Einhaltung strenger Hygienekonzepten eine Vertrauensleutetagung am 22. April in Schwerin durchführen zu können. Neben einem aktuellen negativen Corona-Test, den alle elf Teilnehmer vorweisen mussten, wurden während der Tagung in einem großen Saal des Hotels natürlich auch die Abstandsregelungen streng eingehalten.

Die Teilnehmer, unter ihnen die beiden DPVKOM-Betriebsräte Niels-Lund Trebitz und Ralf Reinhardt sowie Auskunftsperson Axel Richert, diskutierten dabei zusammen mit dem Telekom-Referenten Karlheinz Vernet Kosik über die aktuelle berufliche und gewerkschaftliche Situation in der Technik-Niederlassung Ost. Dabei wiesen die betrieblichen Interessenvertreter auf die Angst der Beschäftigten vor dem Verlust des Arbeitsplatzes hin, die vor allem bei den Monteuren grassiere. So kann die Deutsche Telekom eine größere Region nicht mit Glasfaser ausbauen, da ein Mitbewerber die Ausschreibung für dieses Gebiet gewonnen hat. Damit stehen 23 von insgesamt 300 Arbeitsplätzen im PTI 23 zur Disposition. Derzeit werden Beschäftigungsmöglichkeiten für die davon betroffenen Mitarbeiter gesucht.

Erhebliche Arbeitsbelastung im Homeoffice

Darüber hinaus sprachen die Vertrauensleute die erhebliche Arbeitsbelastung und Probleme bei der Arbeit von zuhause an. Schwierigkeiten gibt es beispielsweise hinsichtlich der vorhandenen Arbeitsmittel oder auch der Arbeitsumgebung im häuslichen Umfeld. Karlheinz Vernet Kosik nahm dieses Thema in seinem Statement auf und stellte klar, dass der Arbeitgeber eine besondere Verpflichtung dafür hat, die Arbeitsplätze in der privaten Wohnung nach ergonomischen Gesichtspunkten auszustatten. Während das Unternehmen bei der Arbeit im Homeoffice einerseits erhebliche Kosten spart, unter anderem durch den Wegfall angemieteter Büroflächen, werden andererseits die Kosten für Strom, Wasser und Heizung auf die Beschäftigten verlagert. Vor diesem Hintergrund fordert die DPVKOM eine Homeoffice-Pauschale in Höhe von 5 Euro pro Tag.

Neben diesen Themen war auch die Vorbereitung der Betriebsratswahlen im März 2022 ein weiteres wichtiges Thema. Viele der anwesenden Vertrauensleute haben sich für eine Kandidatur bereit erklärt und werden die Wahlkampfaktionen der DPVKOM vor Ort unterstützen.