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Arbeitswelt muss gerechter werden!

Am 1. Mai werden traditionell die Forderungen der Arbeitnehmer und Gewerkschaften nach besseren Arbeitsbedingungen und fairen Löhnen gestellt. Gerade die aktuelle Lage in der Corona-Pandemie zeigt allerdings, wie ungerecht die Arbeitsbedingungen und Löhne teilweise sind. Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) hat kürzlich eine Meldung zu sytemrelevanten Berufen in Zeiten von Corona herausgebracht. Hier wurden das Prestige und das Lohnniveau bestimmter Beschäftigtengruppen untersucht.

„Es ist erschreckend und absolut ungerecht, dass auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Bereich Post und Zustellung ein geringes Ansehen haben. Die Erkenntnis, dass das Lohnniveau in Post- und Zustellberufen unterdurchschnittlich ist, trifft uns hart, aber nicht überraschend, da auch die Deutsche Post im letzten Jahr mit einer ungerechten Tarifverschlechterung zu einer Entwertung der Arbeit beigetragen hat“, so die Bundesvorsitzende der Fachgewerkschaft DPVKOM Christina Dahlhaus. Und weiter: „Außerdem fordern wir schon lange eine Anhebung des gesetzlichen Mindestlohns auf 12 Euro. Schöne Worte und ständige Solidaritätsbekundungen reichen als Formen der Wertschätzung der Arbeit nicht aus.“

Konkrete Maßnahmen zu einer gerechteren Arbeitswelt sind die Verbesserung von Arbeitsbedingungen, mehr Personal und höhere Löhne. Dazu gehört auch eine Verbesserung der Mitbestimmung der Betriebsräte, wenn es zum Beispiel um die Verteilung der Arbeitsmenge geht. „Die Corona-Krise zeigt, dass immer mehr, immer schneller und immer billiger nicht immer besser ist. Die Beschäftigten müssen vor mentalen und körperlichen berlastungen geschützt werden“, so Christina Dahlhaus.

Pressemitteilung