Die Fachgewerkschaft für die Beschäftigten der Post, Postbank, Telekom und Call-Center

28.04.2016Artikel drucken

Arbeitgeber müssen sich bewegen!

„Für eine Einigung fehlt nur eins: Ein deutlicher Schritt der Arbeitgeber in Richtung Gewerkschaftsforderungen“, sagte der dbb Verhandlungsführer Willi Russ vor Beginn der dritten und entscheidenden Verhandlungsrunde über die Einkommen der Beschäftigten von Bund und Kommunen am 28. April 2016 in Potsdam.

Alle wesentlichen Faktoren für einen Kompromiss lägen auf dem Tisch: „Bei der Eingruppierung sind die tariftechnischen Details weitgehend geklärt. Jetzt geht es um einen realen Einkommenszuwachs für die Kolleginnen und Kollegen. Das bisherige Arbeitgeberangebot ist dafür völlig unzureichend. Die massiven Warnstreiks der letzten Tage sollten jedem gezeigt haben, dass die Beschäftigten sich nicht über den Tisch ziehen lassen.“

Der dbb fordert in der laufenden Tarifrunde unter anderem eine lineare Erhöhung der Tabellenentgelte um 6 Prozent bei einer 12-monatigen Laufzeit des Tarifvertrages. Vom Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen (TVöD) sind auch rund 180 000 Beamte und etwa 179 000 Versorgungsempfänger des Bundes betroffen. Die DPVKOM setzt sich zusammen mit dem dbb dafür ein, dass der Tarifabschluss auf die Beamten der Postnachfolgeunternehmen und Versorgungsempfänger übertragen wird.