Die Fachgewerkschaft für die Beschäftigten der Post, Postbank, Telekom und Call-Center

13.04.2016Artikel drucken

Arbeitgeber fehlt der Wille zur Einigung

Nachdem auch die zweite Runde der Tarifverhandlungen für die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes von Bund und Kommunen am 12. April 2016 in Potsdam ergebnislos geblieben ist, zeigt sich der dbb-Verhandlungsführer Willi Russ von der Strategie der Arbeitgeber verärgert:

„Das vorgelegte ‚Angebot‘ ist völlig unbrauchbar. Den Arbeitgebern fehlt jeder Wille zum Durchbruch. Wir können hier in Potsdam stundenlang die kleinen Schrauben drehen, aber solange die Arbeitgeber denken, bei niedriger Inflation dürften wir eigentlich keine Einkommensforderung stellen, kommen wir einem Abschluss keinen Millimeter näher“, so der Zweite dbb Vorsitzende und DPVKOM-Ehrenvorsitzende.

Die dbb-Verhandlungskommission hat nun entschieden, die bundesweiten Warnstreiks vor der dritten und entscheidenden Verhandlungsrunde Ende April auszuweiten. Russ weiter: „Die Kolleginnen und Kollegen erwarten zu Recht Respekt und Wertschätzung für ihre Arbeit und keine ‚Scheinangebote‘.

Der dbb fordert in der laufenden Tarifrunde unter anderem eine lineare Erhöhung der Tabellenentgelte um 6 Prozent bei einer 12-monatigen Laufzeit des Tarifvertrages. Zusammen mit der DPVKOM setzt er sich für eine Übertragung des Tarifergebnisses auf die Beamten der Postnachfolgeunternehmen und Versorgungsempfänger ein.