Die Fachgewerkschaft für die Beschäftigten der Post, Postbank, Telekom und Call-Center

13.10.2014Artikel drucken

5. Gewerkschaftstag des Regionalverbandes Ost der Kommunikationsgewerkschaft DPV (DPVKOM) Doris Rasehorn ist neue Regionalvorsitzende Ost – DPVKOM kritisiert die Überlastung der Beschäftigten

Doris Rasehorn ist neue Vorsitzende des Regionalverbandes Ost der Kommunikationsgewerkschaft DPV (DPVKOM). Die 47-Jährige freigestellte Betriebsrätin der Deutschen Post und bislang stellvertretende Regionalvorsitzende erhielt am 10. Oktober 2014 in Berlin beim 5. Gewerkschaftstag des Regionalverbandes mehr als 92 Prozent der abgegebenen gültigen Delegiertenstimmen. Die aus Cottbus stammende Rasehorn löst Hans-Joachim Schmalstich ab, der nicht mehr kandidierte. Zu stellvertretenden Vorsitzenden des Regionalverbandes, der Beschäftigte der Deutschen Post, der Deutschen Telekom, der Deutschen Postbank und von Call-Centern in Berlin, Brandenburg und Sachsen organisiert, wurden Torsten Jaehne aus Berlin, Christian Steffens aus Rathenow und Michael Wittig aus Leipzig gewählt.

In seiner Rede zum Gewerkschaftstag kritisierte der stellvertretende DPVKOM-Bundes-vorsitzende Karlheinz Vernet Kosik vor allem die zunehmende Belastung der Beschäftigten bei Post, Postbank und Telekom. Insbesondere im Bereich der Deutschen Post sind viele Mitarbeiter mittlerweile überlastet. Dies ist unter anderem auf die stetig steigenden Mengen von Werbepost und Paketen zurückzuführen. „Die Mitarbeiter gehen auf dem Zahnfleisch und werden krank, weil sie ihre Arbeit nicht mehr schaffen“, so Vernet Kosik. Außerdem mangelt es im Bereich der Zustellung an Personal, um die vorhandene Arbeit bewältigen zu können. Vor diesem Hintergrund bekräftigte der stellvertretende DPVKOM-Bundesvorsitzende die Forderung der DPVKOM nach mehr Personal und einem Bemessungstarifvertrag, mit dem die Beschäftigten wirksam vor Überlastung geschützt werden. So sieht dieser Tarifvertrag unter anderem Zeitzuschläge für ältere Beschäftigte vor. „Diesen Tarifvertrag werden wir in der kommenden Tarifrunde mit der Deutschen Post einfordern“, so Vernet Kosik.