ver.di spielt "Monopoly um Post-Ausbildungsplätze"Die DPVKOM kritisiert das Vorgehen der Gewerkschaft ver.di in Sachen Ausbildungsübernahme bei der Deutschen Post AG. Mit der Demonstration am 15. Juni 2007 von rund 1.000 Auszubildenden des Unternehmens in Bonn, wendete sich ver.di wissentlich gegen ihre eigene Berufspolitik und ihre eigenen Vereinbarungen aus den Jahren 2005 und 2006. Die Unwissenheit und die fehlenden beruflichen Perspektiven vieler Post-Auszubildenden wurde dabei für Gewerkschaftsinteressen ausgenutzt. Im Februar 2005 war es ver.di, die als einzige gewerkschaftliche Kraft bei der Deutschen Post AG, den Ausbildungspakt unterzeichnet hatte. Darin wurde unter anderem auch festgelegt, dass die Deutsche Post AG nur noch 30 Prozent der rund 2.300 Auszubildenden ab 2007 verbindlich übernehmen muss. Für die DPVKOM war dies inakzeptabel. Dies vor dem Hintergrund, dass gerade die Post junge, engagierte und motivierte junge Menschen benötigt, um in einem liberalisierten Wettbewerb auf Dauer gute Perspektiven zu haben. Auch der Vorwand, dass viele Auszubildenden nur eine befristete Übernahme angeboten bekommen, klingt verständlich und fürsorglich, ist aber auf den Umstand zurückzuführen, dass ver.di Ende 2006, gegen den Widerstand der DPVKOM, der Einführung des Modells "Trennung von Vorbereitung und Zustellung" (TVZ) zugestimmt hat. Damit verbunden war die Vernichtung von 6.000 Vollzeitarbeitsplätzen in der Zustellung.
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