Warnstreiks bei der Deutschen Telekom werden fortgesetztDie Warnstreiks bei der Deutschen Telekom werden fortgesetzt und ausgedehnt. Die Kommunikationsgewerkschaft DPV (DPVKOM) hat ihre Mitglieder für den morgigen Dienstag, den 22. Februar 2011, zu weiteren Arbeitsniederlegungen im Bereich des Kundenservices und der Netzproduktion der Deutschen Telekom aufgerufen. Darüber hinaus werden sich dann auch Mitarbeiter des Technischen Services und des Geschäftskundenbereiches an den Warnstreiks beteiligen. Davon werden die Standorte Rostock, Schwerin, Hamburg und Wismar betroffen sein. Die mehrstündigen Arbeitsniederlegungen beginnen um 7 Uhr. Infolgedessen wird es zu Verzögerungen und Einschränkungen bei der Auftragsabwicklung und der Erreichbarkeit von Call-Centern kommen. Bereits heute hatten zahlreiche Telekom-Beschäftigte gestreikt, um den Druck auf den Arbeitgeber zur Vorlage eines stark verbesserten Angebots bei der derzeit stattfindenden Tarifrunde zu erhöhen. Während die DPVKOM eine deutliche Entgeltsteigerung von 7,2 Prozent für die rund 60.000 Beschäftigten und für die Auszubildenden des Konzerns fordert, will die Deutsche Telekom die Entgelte nur um 2,17 Prozent anheben. Dies ist völlig unzureichend. Schließlich kann die Telekom eine überaus positive Geschäftsentwicklung vorweisen. Daran müssen die Arbeitnehmer in Form von deutlich höheren Löhnen und sicheren Arbeitsplätzen beteiligt werden. So fordert die DPVKOM auch, dass betriebsbedingte Kündigungen und Ausgründungen bis 2016 ausgeschlossen sind. Hierzu hat sich der Arbeitgeber in den bisherigen drei Verhandlungsrunden überhaupt noch nicht geäußert. Die DPVKOM erwartet bis zur nächsten Verhandlungsrunde am 10. März 2011, dass der Arbeitgeber ein Angebot vorlegt, über das es sich zu verhandeln lohnt. Ansonsten droht das Scheitern der Tarifverhandlungen.
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