Streiks bei der Postbank

Am heutigen Donnerstag haben zahlreiche Arbeitnehmer der Deutschen Postbank die Arbeit niedergelegt. An diesen Streiks, die in den kommenden Tagen fortgesetzt werden sollen, beteiligten sich auch DPVKOM-Mitglieder, unter anderem an Postbank-Standorten in Dortmund, Hamburg und Hannover.

Hintergrund für diese Streikaktionen waren die festgefahrenen Tarifverhandlungen bei der Postbank zur Neuausrichtung der Kreditabwicklung  („Loans“). Auch nach der vierten und fünften Tarifrunde am 21. November in Köln beziehungsweise am 25. November 2011 in Hennef, bei denen intensiv über einen Überleittarifvertrag für die Postbank-Beschäftigten verhandelt wurde, liegen die Vorstellungen des Arbeitgebers und der Tarifgemeinschaft DBV/komba/DPVKOM noch weit auseinander.

Während die Postbank weiterhin auf ihren überzogenen Forderungen nach einer Gehaltsreduzierung inklusive eines dreijährigen Ausschlusses von Gehaltssteigerungen („Gehalts-freeze“), einer 42-Stundenwoche sowie auf einer Reduzierung des Jahresurlaubs um drei Tage beharrt, bekräftigten heute die Streikenden ihre eindeutigen Positionen. Diese lauten:

  • keine Gehaltskürzung!
  • keine Urlaubsreduzierung!
  • keine Wochenarbeitszeitverlängerung für Bestandsmitarbeiter!

Da der Arbeitgeber in den zurückliegenden Tarifrunden keine Bereitschaft zu einem Entgegenkommen zeigte, waren die Streiks unausweichlich. Diese hat einzig und allein der Arbeitgeber zu verantworten. Er ist nun gut beraten, bis zur nächsten Verhandlungsrunde am 5. und 6. Dezember 2011 von seinen Maximalforderungen Abstand zu nehmen. Die Arbeitnehmer haben ihm heute diesbezüglich ein deutliches Zeichen gesetzt.