Gespräch über Call-Center-Mindestlohn
Foto:BrennerDabei bekräftigte Volker Geyer die Notwendigkeit einer gesetzlichen Lohnuntergrenze für die Beschäftigten der Call-Center-Branche. Einen entsprechenden Antrag auf Festsetzung eines Mindestlohns nach dem Mindestarbeitsbedingungengesetz hatte die DPVKOM über ihren Dachverband dbb beamtenbund und tarifunion Ende 2009 gestellt. Nach Auffassung der DPVKOM ist nur mit einem branchenspezifischen Mindestlohn sichergestellt, dass vollbeschäftigte Call-Center-Agents von ihrer Hände Arbeit leben können. Die im Hauptausschuss vertretenen Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertreter lehnen den von der DPVKOM geforderten Mindestlohn bislang ab. Demgegenüber stehen die beiden Call-Center-Branchenverbände Call Center Verband Deutschland (CCV) und Deutscher Direktmarketing Verband (DDV) einem Mindestlohn positiv gegenüber. Dies wurde auch bei einer Podiumsdiskussion des CCV im Rahmen seiner Frühjahrstagung am Nachmittag des 11. April 2011 deutlich. Dort wurde zunächst das Ergebnis einer Umfrage des CCV bei seinen Mitgliedsunternehmen vorgestellt. Demnach befürworten 70 Prozent der Befragten einen Mindestlohn in der Call-Center-Branche. Dieser soll dazu beitragen, dass der in der Branche vorherrschende ruinöse Preiswettbewerb über die niedrigsten Löhne gestoppt wird. Auch in dieser Diskussionsrunde untermauerte der DPVKOM-Bundesvorsitzende Volker Geyer nochmals die Mindestlohnforderung unserer Gewerkschaft. |