DPVKOM in den Medien

„Viele Löhne sind schlicht sittenwidrig“ – dies sagte der DPVKOM-Bundesvorsitzende Volker Geyer in einem Gespräch mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (Ausgabe vom 28. April 2010). Damit reagierte Geyer auf einen bislang unveröffentlichten Abschlussbericht der Bundesnetzagentur zu den Arbeitsbedingungen im Briefmarkt. Daraus geht unter anderem hervor, dass Konkurrenten der Deutschen Post in Sachsen ihren Briefzustellern im vergangenen Jahr nur durchschnittlich 6,23 Euro pro Stunde zahlten. Dieser Stundenlohn lag weit unter dem im vergangenen Jahr noch geltenden Postmindestlohn von 9 Euro für Briefzusteller in den neuen Bundesländern.

Geyer weiter: „Der Wettbewerb läuft über Niedrigstlöhne und prekäre Arbeitsverhältnisse.“ Die Politik müsse hier dringend gegensteuern, ansonsten werde sich diese Situation noch weiter verschärfen. In diesem Zusammenhang sprach sich der DPVKOM-Bundesvorsitzende erneut für eine Verlängerung des Postmindestlohns aus. Darüber hinaus forderte Geyer die Bundesnetzagentur dazu auf, gegen die schwarzen Schafe in der Postbranche vorzugehen. Nach Auffassung der DPVKOM ignoriert die Bundesnetzagentur die im Postgesetz verankerte Sozialklausel. Demnach darf ein Unternehmen nur dann eine Lizenz zur Beförderung von Briefsendungen erhalten, wenn die branchenüblichen Arbeitsbedingungen eingehalten werden.