DPVKOM im Gespräch mit der Politik
Die aus Sicht der DPVKOM notwendige Novellierung des „§ 613a BGB“, der
die Rechte und Pflichten bei einem Betriebsübergang regelt, sowie
beamtenpolitische Themen standen im Mittelpunkt eines Gespräches zwischen
dem DPVKOM-Bundesvorsitzenden Volker Geyer (li.), der Vizepräsidentin des
Deutschen Bundestages Petra Pau (DIE LINKE.) sowie dem
Bundestagsabgeordneten Frank Tempel (ebenfalls Die LINKE.) am 17. Mai 2010
in Berlin. Dabei forderte Volker Geyer eine Ausweitung der Schutzrechte für
Beschäftigte bei einem Betriebsübergang und appellierte an die beiden
Politiker, hier im Sinne der Arbeitnehmer tätig zu werden. Darüber hinaus
erörterte er mit den beiden Bundestagsabgeordneten die Situation der Beamten
in den Postnachfolgeunternehmen.
In diesem Zusammenhang thematisierte Geyer auch den Wechsel von Beamten zur
Bundesagentur für Arbeit. Dieser, so der DPVKOM-Bundesvorsitzende, dürfe nur
auf freiwilliger Basis erfolgen. Außerdem sei es wichtig, dass die Beamten
eine dauerhafte Versetzungsmöglichkeit und damit endlich Sicherheit für ihre
berufliche Zukunft erhalten. Die beiden Abgeordneten sagten zu, sich des
Themas anzunehmen.
Am
gleichen Tag fand in Berlin ein Meinungsaustausch zwischen Volker Geyer
(l.), dem stellvertretenden Bundesvorsitzenden Dirk Bühner und dem
Wirtschaftssenator von Berlin Harald Wolf (DIE LINKE, r.) statt. Dabei
wurden insbesondere die Arbeitsbedingungen in der Postbranche angesprochen.
Hier wiesen die beiden DPVKOM-Vertreter nochmals auf die Erforderlichkeit
eines Postmindestlohns hin und baten den Wirtschaftssenator, sich ebenfalls
für einen Postmindestlohn von 9,80 Euro einzusetzen. Daneben forderten sie
die strikte Beachtung und Überwachung der im Postgesetz verankerten
Sozialklausel, wonach einem privaten Zustelldienst nur dann eine Lizenz
erteilt werden darf, wenn er seinen Beschäftigten die im Briefdienst
üblichen Arbeitsbedingungen gewährt. Die Prüfung, ob diese Voraussetzung für
die Lizenzerteilung eingehalten wird, obliegt dabei der Bundesnetzagentur.
Wolf, der dem Beirat der Bundesnetzagentur angehört, sah ebenfalls soziale
Verwerfungen im Briefmarkt und stimmte mit Volker Geyer und Dirk Bühner
darin überein, dass Lohn- und Sozialdumping in der Postbranche keine Chance
haben dürften.